weather-image
24°

Die deutschen Fahrer in der Einzelkritik

Hockenheimring (dpa) - Kein Sieg, und nicht mal einer auf dem Podest: Die deutschen Fahrer haben das Formel-1-Heimspiel nicht zur großen PS-Party genutzt. Doppelweltmeister Sebastian Vettel traf es dabei gleich doppelt.

Zweiter
Weltmeister Sebastian Vettel beendete das Heimrennen als Zweiter. Foto: Jens Büttner Foto: dpa

Der Red-Bull-Pilot bekam knapp zwei Stunden nach seinem zweiten Rang eine 20-Sekunden-Strafe aufgebrummt, weil er beim Überholen die Strecke verlassen und sich nach Ansicht der Rennkommissare einen Vorteil verschafft hatte: Rang fünf statt Podium. Rekordweltmeister Michael Schumacher konnte hingegen wie befürchtet Startrang drei nicht verteidigen. Vier Deutsche unter den Top Ten - das war am Ende kein Trost für die deutschen Fans.

Anzeige

Sebastian Vettel: Schon am Start kam Vettel von Rang zwei aus nicht an Pole-Mann Alonso heran. Nur nach dem ersten Boxenstopp des Spaniers lag der Hesse im Red Bull für ein paar Runden vorn. Nach dem zweiten Stopp rutschte Vettel dann aber sogar einen Platz weiter nach hinten. Auch Jenson Button schob sich noch vor Vettel. Bis zur vorletzten Runde: Außen drängelte sich Vettel vorbei am Briten, den die Reifen merklich im Stich ließen. Dass er dabei die Strecke verließ, kostete ihn nachträglich den Podestplatz und wertvolle Punkte im WM-Kampf.

Michael Schumacher: Der Rekordweltmeister hatte es schon nach der Qualifikation geahnt. Im Trockenen würde er Startrang drei nur schwer bis ins Ziel retten können. Der Mercedes-Pilot behielt recht. Nur in der ersten Runde konnte er mal Vettel attackieren, dann kämpfte er auf den härteren Reifen eher gegen die eigenen Verfolger. Erst auf den weichen Pneus kam der 43-Jährige gegen Ende wieder in Fahrt. Mehr als Rang sieben sprang für den siebenmaligen Weltmeister nicht mehr raus.

Nico Hülkenberg: Einen besseren Startplatz hatte der Emmericher erst einmal - in Sao Paulo 2010 stand er auf Pole. Doch dass es schwer würde, am Ende des Heimrennens auch als Vierter durchs Ziel zu kommen, war dem Force-India-Fahrer klar. Bei einem doppelten Überholmanöver von Landsmann Schumacher und Kimi Räikkönen im Lotus in der frühen Rennphase sah Hülkenberg nicht gut aus. Letztlich wurde der ehemalige GP2-Champion Neunter.

Nico Rosberg: Er hatte nichts zu verlieren und durfte sich wohl ein bisschen als Mini-Gewinner fühlen. Von Startrang 21 - auch nach einer Zurückstufung um fünf Plätze - rollte der Wiesbadener im zweiten Silberpfeil das Feld von hinten auf. Schon vor der Rennhalbzeit lag Rosberg als Zehnter in den Punkten. Weiter vor ging's aber auch nicht mehr. Am Ende seiner Elf-Plätze-Aufholjagd Rang zehn.

Timo Glock: Auch für den Wersauer ein besonderer Grand Prix, aber sportlich wieder trister Alltag. Auch vor den heimischen Fans verpasste er im unterlegenen Marussia die zweite Quali-Runde. Von Rang 22 gestartet, wurde Glock 22. Das interne Duell mit Charles Pic entschied der Franzose als 20. für sich.