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DFB-Frauen wollen Titeljahr mit Pflichtsieg abrunden

Frankfurt (dpa) - Bei Mozarts «Zauberflöte» in der Wiener Staatsoper stimmten sich Deutschlands Fußball-Frauen auf den letzten sportlichen Akt in diesem Jahr ein. Im WM-Qualifikationsspiel in Kroatien wollen die Europameisterinnen noch einmal selbst zaubern.

Bundestrainerin
Silvia Neid will das Jahr mit einem Sieg der DFB-Frauen beenden. Foto: Frank Rumpenhorst Foto: dpa

«Unser Ziel ist es, mit hoher Konzentration in diese letzte Begegnung des Jahres zu gehen und noch einmal alles abzurufen», sagte Bundestrainerin Silvia Neid.

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Auf dem Weg zur WM-Endrunde 2015 in Kanada gab sich der Favorit in den bisherigen vier Ausscheidungspartien keine Blöße. Mit 12 Punkten und 32:0 Toren führt die DFB-Auswahl die Tabelle in der Gruppe 1 souverän an. «Wir sind zufrieden, die Ergebnisse sprechen für sich. Es ist ganz klar unser Ziel, als Gruppenerster deutlich die Qualifikation zu überstehen, da sind wir auf einem guten Weg», stellte Mittelfeldspielerin Nadine Keßler vom Triple-Gewinner VfL Wolfsburg fest.

Alles andere als ein Erfolg in Osijek, wohin die Mannschaft am Dienstag von Wien aus flog, steht nicht zur Debatte. «Wir wollen den letzten Sieg des Jahres einfahren», sagte das 18 Jahre alte Team-Küken Sara Däbritz. Allerdings erwartet die deutsche Mannschaft kein Spaziergang, denn beim 4:0 im Hinspiel vor vier Wochen in Frankfurt hielten die Kroatinnen lange dagegen. «Wir haben gesehen, dass sie nicht nur defensiv sehr gut stehen, sondern auch gute Fußballerinnen in ihren Reihen haben, die auch immer wieder Nadelstiche nach vorne setzen können», warnte Neid.

Die Bundestrainerin fordert deshalb ein gutes Timing in den Aktionen, um sich das Leben nicht unnötig schwer zu machen. «Wir wissen, dass es gegen tief stehende Gegner nicht einfach ist, sich Räume zu erarbeiten und Lücken zu finden. Deshalb brauchen wir einen guten ersten Ballkontakt, viel Präzision - und das Timing zwischen Abspiel und dem Fordern des Balles muss stimmen», sagte Neid.

Auf die leichte Schulter nimmt das deutsche Team die Aufgabe also nicht. Zumal es am vergangenen Sonntag gegen die Slowakei trotz des letztlich klaren 6:0 nicht rund lief. «Ich glaube, das wird genauso eine schwere Nummer wie die letzten Spiele. Wir haben den Anspruch, unsere Unkonzentriertheiten abzustellen, um dem Gegner zu zeigen, dass wir es noch besser können», sagte Keßler und fügte hinzu: «Wenn wir auch gegen Kroatien gewinnen, war es ein sehr erfolgreiches Jahr.»