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Devisen: Eurokurs weiter über 1,29 US-Dollar - Warten auf US-Notenbank

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EURUS.FX1> hat am Donnerstag vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank (Fed) seine Vortagesgewinne weitgehend verteidigt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde im Mittagshandel mit 1,2911 US-Dollar gehandelt. Zeitweise war der Euro sogar bis auf 1,2931 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,2896 (Dienstag: 1,2787) Dollar festgesetzt.


Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Rettungsschirm ESM am Mittwoch, hätten sich auch die Wahlen in den Niederlanden positiv auf den Euro ausgewirkt, hieß es von Händlern. Mit den Rechtsliberalen und den Sozialdemokraten liegen zwei pro-europäische Parteien vorne und können eine stabile Regierung bilden. Die Wahlsieger sprechen sich für eine Sparpolitik und eine weitergehende politische Integration Europas aus. Den euroskeptischen Parteien erteilten die Wähler eine Absage. Zudem konnten sich Italien und Irland zu deutlich günstigeren Bedingungen als zuletzt an den Kapitalmärkten refinanzieren.

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Im weiteren Handelsverlauf schaue der Markt auf die US-Notenbank, sagten Händler. Diese wird um 18.30 Uhr ihre geldpolitischen Entscheidungen veröffentlichen. Nach dem zuletzt enttäuschend ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht rechnen viele Beobachter mit Hinweisen auf eine weitere geldpolitische Lockerung. Angesichts der bevorstehenden Wahlen in den USA könnte es laut Experten die letzte Chance sein, um noch in diesem Jahr weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur auf den Weg zu bringen. Einige Ökonomen gehen davon aus, dass die Notenbank ein Kaufprogramm für Anleihen ohne zeitliche Begrenzung auflegen könnte.