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Devisen: Euro gibt weiter nach - Konjunkturdaten und Auktionen belasten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Donnerstag nach enttäuschend aufgenommenen Konjunkturdaten und Anleiheauktionen weiter nachgegeben. Im Tief sank die Gemeinschaftswährung auf 1,2930 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs Mittwochmittag auf 1,3002 (Dienstag: 1,3054) Dollar festgesetzt.


Händler nannten die größere Risikoscheu der Investoren als Hauptgrund für den seit Wochenbeginn schwächeren Euro. Am Donnerstag sorgten schwache Konjunkturdaten aus Asien und Europa für zusätzliche Ernüchterung. Im Währungsraum ist der Einkaufsmanagerindex im September weiter gesunken, obwohl sich die Stimmung in der größten Euro-Wirtschaft Deutschland verbesserte. In Frankreich gaben die Indikatoren jedoch deutlich nach.

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Darüber hinaus wurde der Euro von zwei Anleiheversteigerung in Spanien belastet. Zwar konnte das Land mit einem dreijährigen und einem zehnjährigen Papier mehr Kapital einsammeln als ursprünglich geplant. Allerdings stieg die zu zahlende Rendite bei dem Kurzläufer spürbar an. Dies resultiert aus der Entwicklung am Sekundärmarkt, wo umlaufende Staatsanleihen gehandelt werden. Dort hat sich die Lage in den vergangenen Tagen wieder eingetrübt. Als Grund gilt die Hängepartie, ob sich Spanien vollständig unter die Rettungsschirme EFSF/ESM flüchten wird oder nicht.