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Devisen: Euro erholt sich nach starken Daten zum US-Häusermarkt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Mittwoch nach robusten Daten zum US-Häusermarkt ins Plus zurückgefunden. Die Gemeinschaftswährung habe von einem Anstieg der Risikofreude an den Finanzmärkten profitieren können, sagten Händler. Am Nachmittag war der Euro zunächst bis unter die Marke von 1,30 Dollar gerutscht. Zuletzt notierte er jedoch deutlich erholt bei 1,3050 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3002 (Dienstag: 1,3054) Dollar festgesetzt.

Obwohl fundamentale und politische Impulse zur Wochenmitte vergleichsweise rar waren, erlebte der Devisenmarkt einen schwankungsreichen Handelstag. Für deutliche Bewegung hatte am Morgen die Bank of Japan gesorgt, die ihre Geldpolitik zur Überraschung vieler Beobachter abermals lockerte. Die gestiegene Risikofreude an den Finanzmärkten ebbte jedoch rasch wieder ab, wodurch zwischenzeitlich auch der Euro unter Druck geriet.

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Das Bild drehte sich indes am Nachmittag wieder, als überraschend robuste Daten zum US-Häusermarkt die Stimmung an den Märkten hoben. Nachdem bereits am Vortag der Wohnungsmarktindex NAHB auf den höchsten Stand seit sechs Jahren geklettert war, wurde nun ein unerwartet deutlicher Anstieg der Verkäufe bestehender Häuser ermittelt. "Der Immobilienmarkt erholt sich weiter", konstatierte Ralf Umlauf, Devisenexperte der Landesbank Hessen-Thüringen. Der Bausektor dürfte wieder Wachstumsbeiträge für die US-Wirtschaft liefern.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80270 (0,80350) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 102,38 (102,64) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2095 (1,2113) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.770,00 (Vortag: 1.766,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 43.030,00 Euro (42.520,00) Euro.