weather-image

Devisen: Euro auf neuem Zweijahrestief - Anleger bevorzugen andere Währungen

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> ist am Dienstag ungeachtet neuer EU-Beschlüsse zugunsten von Spanien auf ein neues Zweijahrestief gerutscht. Im New Yorker Handel war die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,2256 US-Dollar wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2285 (Montag: 1,2293) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8140 (0,8135) Euro gekostet.

Von Devisenexperten hieß es, die Anleger investierten zulasten des Euro in andere Währungen, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins vergangene Woche auf ein rekordniedriges Niveau von 0,75 Prozent gesenkt hatte. Damit löse der Euro derzeit den US-Dollar und den japanischen Yen als Niedrigzins-Währung ab. Dazu kam die eben erst beendete Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht zu den Eilanträgen gegen den europäischen Fiskalpakt und den Euro-Rettungsschirm ESM als Unsicherheitsfaktor.

Anzeige

Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte nochmals an das Gremium appelliert, seine Entscheidung zur Euro-Rettung schnell zu treffen. Im Eilverfahren entscheidet das Gericht üblicherweise innerhalb weniger Wochen - doch die Richter deuteten an, dass sie unter Umständen eine ausführlichere Prüfung vornehmen, die bis zu drei Monate dauern könnte.