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Deutsches Quartett in Europa League viermal Remis

Ballbesitz
Jan Schlaudraff (r) lässt sich von Twentes Willem Janssen den Ball nicht abjagen. Foto: Friso Gentsch Foto: dpa
Verpatzt
Oscar Wendt verschießt den Handelfmeter für Gladbach. Foto: Maurizio Gambarini Foto: dpa
Torschütze
Stuttgarts Vedad Ibisevic erzielte das 1:0 gegen Steaua Bukarest. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa
Nullnummer
Lars Bender kam mit Bayer Leverkusen gegen Metalist Charkow nicht über ein 0:0 hinaus. Foto: Marius Becker Foto: dpa
Nicht erfreut
Hannovers Trainer Mirko Slomka sah seine Mannschaft schon verlieren. Foto: Friso Gentsch Foto: dpa
Abwehrarbeit
Tunay Torun (l) versucht Steauas Alexandru Chipciu zu stoppen. Foto: Jan-Philipp Strobel Foto: dpa
Nachdenklich
Stuttgarts Coach Bruno Labbadia kann mit dem 2:2 gegen Steaua Bukarest nicht so richtig zufrieden sein. Foto: Jan-Philipp Strobel Foto: dpa
Verpasst
Limassols Keeper Matias Degra (l) hat den Ball bevor Granit Xhaka herankommt. Foto: Maurizio Gambarini Foto: dpa
War nichts
Mike Hanke gestikuliert nach einer verpassten Chance für Gladbach. Foto: Maurizio Gambarini Foto: dpa
Duell
Hajime Hosogai (l) und Charkows Jose Ernesto Sosa kämpfen um den Ball. Foto: Marius Becker Foto: dpa

Berlin (dpa) - Mit vier Unentschieden ist das Bundesliga-Quartett in die Gruppenphase der Europa League gestartet. Hannover 96 zeigte immerhin Moral und holte in Enschede einen Rückstand auf.


Den starken Eindruck der deutschen Fußball-Elite mit den Champions-League-Auftaktsiegen von Borussia Dortmund, Schalke 04 und Bayern München konnten der VfB Stuttgart beim 2:2 (1:1) gegen Steaua Bukarest, Borussia Mönchengladbach mit dem 0:0 bei AEL Limassol und Bayer Leverkusen ebenfalls mit einem 0:0 gegen Metalist Charkow nicht bestätigen.

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Nur Hannover 96 sorgte für ein Highlight: Die Niedersachsen machten mit einem Kraftakt einen 0:2-Rückstand bei Twente Enschede wett und schafften noch ein 2:2 (0:1). Danach hatte es in der ersten Halbzeit nicht ausgesehen. Die Niedersachsen, die im neunten Pflichtspiel ohne Niederlage blieben, schienen gegen die Niederländer völlig überfordert. Willem Janssen (7.) und Nacer Chadli (54.) machten die Überlegenheit der Gastgeber mit ihren Treffern deutlich.

Doch Artur Sobiech (67.) und ein Eigentor von Peter Wisgerhof (73.) belohnten die Moral der Niedersachsen. Am 4. Oktober spielt das 96-Team von Trainer Mirko Slomka gegen UD Levante aus Spanien. Dritter Gegner in der Gruppe L ist Helsingborgs IF.

Viele Chancen, keine Tore - so lautete die Bilanz von Bayer Leverkusen nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Metalist Charkow aus der Ukraine. Vor 15 000 Zuschauern in der nur knapp zur Hälfte gefüllten BayArena präsentierte sich der Bundesliga-12. spielerisch verbessert, aber im Abschluss ohne Durchschlagskraft. Im zweiten Spiel der Gruppe K am 4. Oktober bei Rosenborg Trondheim zählt für die Leverkusener jetzt nur ein Sieg. Außerdem trifft Bayer noch auf Rapid Wien.

Der Gladbacher Pechvogel war Oscar Wendt. Der Schwede setzte in der achten Minute der Nachspielzeit einen Handelfmeter an die Latte. «Das Leben ist jetzt nicht vorbei. Wenn ich zwei Millimeter niedriger treffe, ist er drin und wir jubeln alle», meinte er nach seinem Fehlschuss.

Immerhin hatte das Team vom Niederrhein nicht verloren, nachdem Trainer Lucien Favre gepokert hatte und Zwölf-Millionen-Euro-Mann Luuk de Jong, Kapitän Filip Daems und Juan Arango mit Hinweis auf das kräftezehrende Programm der kommenden Wochen zu Hause ließ. Dennoch war das 0:0 gegen den vermeintlich schwächsten Gegner in der Gruppe C eindeutig zu wenig. Nächster Gegner der Borussen ist am 4. Oktober Fenerbahce Istanbul, das sich nach 2:0-Führung noch 2:2 von Olympique Marseille trennte.

Der Bundesliga-Fehlstarter aus Stuttgart enttäuschte ebenfalls und schaffte auf der internationalen Bühne nicht die erhoffte Trendwende. Die Schwaben blieben im fünften Pflichtspiel nacheinander sieglos. Vedad Ibisevic (5.) und Georg Niedermeier (85.) mit dem späten Ausgleich trafen für den VfB, Alexandru Chipciu (6.) und Raul Rusescu (80./Foulelfmeter) waren für die Rumänen erfolgreich.

«Wir haben eine Menge Torchancen gesehen in der zweiten Halbzeit. Die Mannschaft hat Moral gezeigt. Das Glück wird auch wieder zurückkommen», sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic im TV-Sender Sky. Vor 17 155 Zuschauern hatten Cacau und Tunay Torun insgesamt dreimal Latte und Pfosten getroffen. Die Stuttgarter bestreiten ihr zweites Spiel in der Gruppe E am 4. Oktober bei Molde FK. Der norwegische Meister verlor beim FC Kopenhagen mit 1:2 (1:1).