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»Deutscher Nobelpreis« für einen Surberger

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Prof. Dr. Rupert Huber wurde mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. Der gebürtige Surberger ist seit 2010 an der Uni Regensburg tätig. (Foto: Universität Regensburg)

In der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin wurden die Leibniz-Preise der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verliehen. Die mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotierten Forschungsförderpreise gelten als die »deutschen Nobelpreise«. Dieses Jahr wurden zehn herausragende Wissenschaftler aus allen Disziplinen geehrt. Mit dabei ist auch Professor Dr. Rupert Huber, ein gebürtiger Surberger.


Der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ist der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland. Ziel des Leibniz-Programms, das 1985 eingerichtet wurde, ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftler zu erleichtern.

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Prof. Dr. Rupert Huber schloss sein    Abitur 1993 am Chiemgau-Gymnasium Traunstein mit der Traumnote 1,0 ab. Nach seinem Studium der Physik in München und Berkeley wurde er an der TU München promoviert. Seine Forscherkarriere führte ihn nach Hongkong, Berkeley und Konstanz, ehe er 2010 als Professor und Lehrstuhlinhaber an die Universität Regensburg berufen wurde.

International bekannt wurde Huber vor allem mit seinen Arbeiten zur Ultrakurzzeitphysik. Mit seinem Team entwickelt er etwa Superzeitlupenkameras, mit denen die unvorstellbar schnelle Bewegung von Elektronen, Atomen und Molekülen visualisiert werden kann. Das Spannende dabei: Diese mikroskopischen Bewegungen gehorchen nicht den Gesetzen der klassischen Mechanik, sondern den geheimnisvollen Regeln der Quantenphysik. »Da gibt es einen ganzen Nanokosmos zu erforschen, der völlig neue Möglichkeiten für künftige superschnelle Computer und Datenspeicher sowie höchsteffiziente Solarzellen eröffnet«, meint Professor Huber.

Um diese Forschung noch fächerübergreifender vorantreiben zu können, engagierte sich der gebürtige Surberger federführend für die Einrichtung eines neuen Forschungszentrums, das Regensburger Zentrum für ultraschnelle Nanoskopie, das im vergangenen Jahr vom Wissenschaftsrat zur Förderung empfohlen wurde. Bis 2023 entsteht damit auf dem Campus der Universität Regensburg ein 40  Millionen Euro teurer Neubau, in dem systematisch bewegte Bilder aus dem Nanokosmos der Biologie, Physik und Chemie aufgenommen werden können. »Das ist weltweit einmalig und macht Regensburg zum Zentrum eines der wichtigsten Zukunftsgebiete der Naturwissenschaften.« fb