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Deutsche Springreiter mit durchwachsenem EM-Start

Herning (dpa) - Nur der Debütant ritt am ersten Tag fehlerfrei. Daniel Deußer blieb bei seiner ersten EM in Herning als einziger deutscher Springreiter ohne Abwurf und verhalf der Equipe zu einer ordentlichen Ausgangsposition.

Mäßiger Start
Ludger Beerbaum liegt mit den deutschen Springreitern nach dem Zeitspringen bei der EM auf Platz vier. Foto: Jochen Lübke Foto: dpa

«Wir sind noch in Reichweite der Medaillen», sagte Bundestrainer Otto Becker zu Platz vier nach dem Zeitspringen. Der Coach ärgerte sich jedoch nach der ersten von drei Runden über die Abwürfe: «Das waren dreimal blöde Fehler.»

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Vor der zweiten Runde führen die Franzosen deutlich vor Briten und Schweizern. «Jetzt sind Nullrunden umso wichtiger», sagte der zweimalige Vize-Europameister Carsten-Otto Nagel. Im Einzel liegt Deußer als bester deutscher Reiter auf Rang zehn.

Ludger Beerbaum legte als Startreiter mit Chiara rasant los, doch bei dem Routinier aus Riesenbeck fiel am letzten Teil der dreifachen Kombination eine Stange. Beerbaum selber sagte: «Das war okay, aber eine Null wäre natürlich besser gewesen.»

An der gleichen Stelle kassierte anschließend auch Nagel einen Abwurf mit Corradina. «Das ist schon schade», sagte der 50-Jährige aus Norderstedt nach dem flotten Ritt mit seiner 15-jährigen Stute: «Ich habe schon ein bisschen was riskiert.»

Das einzige Mal lächelte der Bundestrainer nach dem Ritt von Daniel Deußer. Der 32 Jahre alte Debütant im Team zeigte mit Cornet d'Amour eine makellose Runde. «Ich habe die anderen beiden gesehen, dadurch habe ich an der Dreifachen mehr aufgepasst», sagte der in Belgien lebende Hesse.

Schlussreiter Christian Ahlmann erwischte es mit Codex one am gleichen Hindernis, allerdings am ersten Sprung. «Mit ein bisschen Glück wäre die Stange liegengeblieben», sagte der Reiter aus Marl, der zum Auftakt «nicht das letzte Risiko gegangen» war: «Es kommen ja noch zwei Runden.»

Die Dressurreiter beginnen erst am Mittwoch und wollen erstmals seit 2007 wieder Gold gewinnen. Die ehemaligen Seriensieger mussten zuletzt zweimal den Niederländern und einmal den Briten beim Jubeln zuschauen. «Das Ziel ist eindeutig Angriff», sagte Equipe-Chef Klaus Roeser.

«Das ist die Zielsetzung», bestätigte auch Bundestrainerin Monica Theodorescu die ungewohnt offensive Ausrichtung. «Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Chance haben.» Größter Konkurrent dürfte das britische Team sein, das vor einem Jahr Olympia-Gold gewann, aber mit Laura Tomlinson eine zuverlässige Punktesammlerin ersetzen muss.

«Wir waren schon vor dem Ausfall sehr optimistisch», sagte die Bundestrainerin. Im deutschen Team gibt es mit Anabel Balkenhol aus Rosendahl, deren Pferd Dablino verletzt ist, ebenfalls einen Ausfall. Als Ersatz eingesprungen ist Fabienne Lütkemeier aus Paderborn, die mit D'Agostino ihr EM-Debüt gibt.