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Deutsche Soldaten sollen den Irak verlassen

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Soldaten im Irak
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Einige deutsche Soldaten haben den Irak schon verlassen. Foto: Michael Kappeler/dpa Foto: dpa

Fast 200 000 Soldaten arbeiten für die Bundeswehr, die meisten von ihnen in Deutschland. Ein paar Tausend Männer und Frauen sind aber auch in anderen Ländern im Einsatz, zum Beispiel im Osten Europas oder in Afrika.


Die Bundeswehr erfüllt dort verschiedene Aufgaben. Ihre Fachleute bilden zum Beispiel Soldaten in den anderen Ländern aus. Dabei geht es auch darum, wie man etwa gegen Terroristen kämpft und mit Waffen umgeht. Außerdem beobachtet die Bundeswehr bestimmte Regionen mithilfe von Flugzeugen.

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So ähnlich sehen die Aufgaben der Bundeswehr auch im Irak aus. Das Land liegt im Nahen Osten auf der Arabischen Halbinsel. Nun sollen die deutschen Soldatinnen und Soldaten das Land jedoch verlassen. Das hat mit einem heftigen Streit zu tun, vor allem zwischen den Ländern USA und Iran.

Der Iran liegt direkt neben dem Irak. Vor ein paar Tagen waren bei einem Angriff aus der Luft zwei mächtige Leute aus den beiden Ländern getötet worden. Der Befehl für den Angriff kam aus den USA. Manche Politiker aus dem Irak forderten deshalb: Alle Soldaten aus anderen Ländern sollen ihr Land verlassen.

Am Montag und Dienstag machten sich bereits einige deutsche Soldaten auf den Weg. Sie sollen erst mal in benachbarten Ländern weiterarbeiten. »Es ist eine sehr angespannte Situation«, sagte ein Fachmann für die Region. Eine andere Expertin befürchtet: Die Soldaten könnten im Irak zwischen die verfeindeten Gruppen geraten und somit in Gefahr.

Und wie geht es jetzt weiter? Politiker der deutschen Regierung sagten: Die Bundeswehr stehe weiterhin bereit, um dem Irak zu helfen. Ob die Hilfe erwünscht ist, müsse aber die irakische Regierung entscheiden.