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Deutsche Geher beim gemeinsamen Wettkampf ohne EM-Medaille

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Die deutschen Geher Nils Brembach, Hagen Pohl und Christopher Linke in Berlin. Foto: Sven Hoppe Foto: dpa

Im EM-Titelkampf über 20 Kilometer Gehen mussten Männern und Frauen gemeinsam starten, blieben aber auch Seite an Seite ohne Medaille. Der Start der Frauen musste wegen eines Feuerwehreinsatzes verschoben werden.


Berlin (dpa) - Die deutschen Geher konnten auch in ungewohnter Gemeinsamkeit keine Medaille bei der Leichtathletik-EM in Berlin gewinnen.

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Wegen eines Feuerwehreinsatzes an der Strecke mussten die Frauen gemeinsam mit den Männern auf dem einen Kilometer langen Rundkurs am Breitscheidplatz auf Medaillenjagd gehen. Gasgeruch im Stadtteil Tiergarten war die Ursache der Verschiebung.

Am nächsten an einer Medaille war über 20 Kilometer Nils Brembach vom SC Potsdam in 1:21:25 Stunden als Fünfter. Damit lag er drei Plätze und zehn Sekunden vor seinem Vereinskollegen Hagen Pohle. Deutlich verpasste Christopher Linke sein angestrebtes Edelmetall. Der ebenfalls aus Potsdam stammende Olympia-Fünfte erreichte in 1:22:33 Stunden Rang 13. Die letzte (Gold-)Medaille für Deutschland bei einer EM im Gehen gewann 1978 Ronald Wieser.

«Es war nicht mein Tag. Von Anfang an hat es sich nicht richtig angefühlt», sagte Pohle. Fünf Kilometer vor dem Ziel konnte der Potsdamer dem Tempo nicht mehr folgen konnte. «Ich war der Tempomacher für alle, und am Ende hat es gefehlt.» Den EM-Titel holte sich der Spanier Alvaro Martin in 1:20:42 Stunden, sechs Sekunden vor Landsmann Diego García Carrera. Bronze holte der unter neutraler Flagge startende Russe Wassili Mizinjow.

«Die ersten Runden waren sehr schnell, da hat man sich von den Männern ziehen lassen», sagte Teresa Turek vom SC Potsdam, die den 20. Platz in 1:35:58 Stunden erreichte. Beste Deutsche war die Berlinerin Emilia Lehmeyer, die in 1:32,36 Stunden den 14. Platz belegte. Saskia Feige aus Potsdam kam in 1:32:57 Stunden auf Rang 16. Europameisterin wurde Marie Pérez aus Spanien in 1:26:36 Stunden.

«Die Athletinnen haben cool reagiert, recht entspannt», sagte Bundestrainer Ronald Weigelt zur Zusammenlegung der Rennen. Schnell konnten sich die Organisatoren auf die neue Situation und die Verdoppelung des Teilnehmerfeldes einstellen. «Ob es jetzt 20 oder 50 Atheten sind. Wir werden das Ding schon rocken», hatte Wettkampfdirektor Herwig Renkwitz vor dem Start im ZDF gesagt.