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Der Streit um ein 1000 Dollar Smartphone bei Olympia...

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Samsung stellt neues Galaxy Note 8 vor
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Samsungs Note 8 verfügt über ein großes randloses 6,3-Zoll-Display (AMOLED), so dass die äußeren Abmaße des "Phablets"-Gehäuses deutlich kompakter ausfallen als beim Vorgängermodell. Foto: dpa/Christoph Dernbach

Ein nagelneues 1000 Dollar Smartphone für rund 4000 Olympia-Starter: Der IOC-Samsung greift für diese Geschenke tief in die Tasche – sorgt damit aber auch für reichlich Ärger.


Pyeongchang – Das Vier-Millionen-Dollar-Willkommenspaket des IOC-Sponsors Samsung sorgt für eine hitzige Debatte beim Organisationskomitee:

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Wie die Nachrichtenagentur Yonhap in Südkorea berichtet, schenkt der Technik-Riese allen rund 4000 Sportlern ein Samsung Galaxy Note 8 der Olympic Edition – fast allen. Denn 26 Starter gehen leer aus. Sie müssen auf das Präsent im Wert von 1050 Dollar (etwa 850 Euro) verzichten.

Das hat wahrlich einen bitteren Beigeschmack: Wegen eines UN-Handelsembargos dürfen teure Elektronikgeräte wie Smartphones nicht in den Iran und nach Nordkorea eingeführt werden. Also beschloss man kurzerhand, diesen 26 Sportlern das Willkommensgeschenk nicht zu überreichen. Gehen Sie nun leer aus?

Alle Sportler sind gleich

Natürlich gilt auch für Olympia die Regel "alle Sportler sind gleich". Und damit haben alle Teilnehmer – auch die 26 Starter aus den sanktionierten Staaten – ein Anrecht auf das luxuriöse Geschenk. Deshalb schlägt das IOC vor, den betroffenen Sportlern die Geräte zumindest für die Zeit der Wettkämpfe zur Verfügung zu stellen. Doch auch hier das Problem: Die Smartphones müssen ja am Ende wieder abgegeben werden.

Das sorgt für Unmut beim Organisationskomitee: Laut den Regeln des internationalen olympischen Sportbundes müssen alle Teilnehmer gleich behandelt werden. Jetzt stehen die Parteien vor einem Zwiespalt. Irgendjemand wird ein Machtwort sprechen müssen. Entweder müssen die Willkommensgeschenke zurückgenommen werden oder man gibt auch den Iranern und Nordkoreanern das Präsent. Doch das geht nur, wenn dadurch nicht die Sanktionsrichtlinien verletzt werden...

OK-Sprecher Sung Baik-yoo sagte laut Nachrichtenagentur AP: "Jemand sollte eine klare Ansage machen." Aber es gibt niemanden, der das machen kann, "deshalb haben wir den Nordkoreanern die Smartphones nicht gegeben. Und wir können sie ihnen nicht geben, bis wir nicht sicher sind, dass es kein Verstoß gegen die Sanktionen ist."

red/dpa