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Der Markt wird zum Weihnachtswald

Berchtesgaden – Der Markt Berchtesgaden wird Ende November wieder zum Weihnachtswald. Das vorweihnachtliche Ortsbild mit rund 700 Christbäumen, ein umfangreiches Angebot an Schmankerln und Handwerkskunst sowie ein vielfältiges Programm sollen den Berchtesgadener Advent wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis machen und Tausende von Besuchern nach Berchtesgaden locken. So freut man sich auch bei der Berchtesgadener Advent GmbH auf die feierliche Eröffnung am Donnerstag, 28. November, um 18 Uhr auf dem Schlossplatz.

Ende November wird es im Markt Berchtesgaden wieder weihnachtlich. Die Berchtesgadener Advent GmbH hat alle Vorbereitungen getroffen. Foto: Berchtesgaden Advent GmbH

»Wir wollen einen traditionellen Adventsmarkt ohne Rentiere, Weihnachtsmann, blinkende Weihnachtsmannmützen und Leuchtreklame. Das Motto ist ›Stade Musi und vui Gfui‹«, so die Gesellschafterin Brigitte Reiter am Mittwoch bei der offiziellen Programmvorstellung in der Enzianbrennerei Graßl. Die Organisatoren versprechen eine besinnliche Atmosphäre, die vorweihnachtliche Gefühle vermittelt, und liebevoll gefertigte Waren an den Adventsständen. In mehr als 40 Hütten freuen sich die Standbetreiber, die alle aus Berchtesgaden oder aus der näheren Umgebung stammen, mit regionalen und traditionellen Produkten und Schmankerln auf die Besucher.

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Eine Informationshütte am Markteingang steht Gästen und Interessierten als Orientierungshilfe zur Verfügung. Dort erhält man auch Auskunft über weitere Berchtesgadener Sehenswürdigkeiten.

Berchtesgadener Handwerkskunst wird wieder groß geschrieben. Über 20 überdimensionale Exemplare des traditionellen Christbaumschmucks werden zwischen Christbäumen im Fußgängerzonenbereich präsentiert. Dazu zählen auch die über zwei Meter hohen Engel, der kunstvoll verzierte Pfau und das Oaschpfeifenrössl.

Täglich findet ein Schauschnitzen vor der Schnitzerei Streitfelder in der Metzgerstraße statt, dabei kann man den Meistern ihres Faches über die Schultern sehen. Kunstschmied Erich Schwab schwingt regelmäßig am offenen Schmiedefeuer am Weihnachtsschützenplatz den Hammer. »Handwerk so nah zu erleben, öffnet die Augen für die Aufwendigkeit einer solchen Kunst«, so ein Gesellschafter.

Besonders die Augen der kleinen Gästen sollen wieder leuchten. Im 1. Stock des Gasthofs »Neuhaus« befindet sich die Malwerkstatt, die täglich von 14 bis 18 Uhr öffnet. Dort können die Kinder unter künstlerischer Betreuung der heimischen Malerin Angie Dollinger Holzteller verzieren. Die Künstlerin verzierte auch das diesjährige Adventshaferl.

Ebenfalls im 1. Stock kann man eine Krippenausstellung sowie das Engerlpostamt besuchen. Dort können die Kinder ihre Wünsche ans Christkind verfassen. Die Briefe werden jeweils samstags vom Berchtesgadener Engel abgeholt.

Auch die Kinderbackstube gibt es wieder. Von Freitag bis Sonntag (14 bis 18 Uhr) können kleine Bäcker mit ihren Eltern Platzerl unter fachmännischer Anleitung der örtlichen Bäckereien Zechmeister, Neumeier, Ernst und Niedermayer backen und mit nach Hause nehmen. Daneben warten im Außenbereich ein Streichelgehege mit verschiedenen Tieren und ein Karussell auf die kleinen Besucher.

Am Schlossplatz führt auf den Spuren der von Schülern des Berchtesgadener Gymnasiums illustrierten Weihnachtsgeschichte der Weg durchs Christbaumlabyrinth mit über 300 Christbäumen. Mit rund 700 Christbäumen im Marktbereich und im Labyrinth wird Berchtesgaden zu einem kleinen Weihnachtswald.

Zwei Pferdekutschen-Haltestellen (Postturm und Schlossplatz) laden täglich zur kostenlosen Kutschenfahrt ein. Die Turmbläser spielen jeden Samstag und Sonntag (14.30 Uhr) aus dem Glockenturm der Stiftskirche. Täglich gibt es Hirten- und Krippenspiele der örtlichen Schulen und Kindergärten, darüber hinaus treten Bläser und Gesangsgruppen zwischen 15 und 18 Uhr auf. Der Berchtesgadener Engel verteilt Süßigkeiten jeweils Samstag und Sonntag um 16.30 Uhr.

Jeden Freitag gibt es eine historische Marktführung mit der Nachtwächterin Anita Glossner (Treffpunkt Schlossplatz, 17 Uhr). Wöchentlicher Höhepunkt wird wieder die Verlosung des Berchtesgadener Adventskalenders jeweils am Samstag um 17 Uhr sein. Am 5. und 6. Dezember werden auch die Berchtesgadener Buttnmandl und Kramperl öfters im Markt zu sehen sein.

Die Heilige Lucia wird dem Advent einen Besuch abstatten, wenn für Sonntag, 15. Dezember, um 17 Uhr der Lichtereinzug in die Stiftskirche geplant ist. Zur Einstimmung auf Heiligabend ist am 23. Dezember um 18 Uhr bei den Schlossplatzarkaden das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern angesagt. Zum dritten Mal findet diese Aktion des Volksmusikarchivs statt. Über 150 Personen waren in den letzten Jahren zum spontanen Singen erschienen.

Wer bei so viel Programm Hunger und Durst bekommen sollte, der kann sich an zahlreichen Schmankerlständen stärken. Neben den bekannten Glüh-, Punsch- und Mostsorten gibt es dieses Jahr eine neue Kreation. Es ist ein alkoholfreier Apfelglühmix aus regionalen Äpfeln. Mit einem Schuss Rum wird er sogar zum alkoholischen Schmankerl. Susann Marschner