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Der »Kaiwemillebitschn Song« und andere Hits

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Beim  »Kaiwemillebitschn Song« halfen diese Schilder den »Zuagroastn« beim Mitsingen im Tachinger Strandbad. (Foto: Albrecht)

Das Wetter hätte gar nicht so schön sein brauchen, denn die »Avalon-Mädls«, eigentlich »gstandne Weibsbilder«, hätten den Abend ohnehin perfekt gemacht. Aber natürlich verlieh die herrliche Abendstimmung im Tachinger Strandbad noch das extra Quäntchen Perfektion.


Fast hätten sich die Besucher auf die magische Insel Avalon aus der König-Arthur-Sage versetzt fühlen können. Aber das Strandbad war auch diesmal ein durchaus würdiger Ersatz für den mythischen Platz, auf dem die Gesangsgruppe »Avalon« unter der Leitung von Heidi Aicher, vor mehreren hundert Zuhörern ihr Konzert gab. Wie immer demonstrierten die Sängerinnen dabei die ganze Bandbreite ihres Könnens: Sie reichte von Mundartliedern und deutschen Volksliedern über bekannte englische Ohrwürmern bis hin zu konzertanten Stücken.

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Neben den deutschen und englischen Stücken gab es auch ein paar, die lediglich mit »anders« im Programm standen. Wie die Ansagerin der meisten Stücke, Christa Danzl, angab, hätten die Sängerinnen sogar Blasmusik, Avsenik mit seinen Oberkrainern und Helene Fischer in ihrem Repertoire. Sie sollten das im Laufe des Konzertes auch in durchaus annehmbarer Manier beweisen. An den Beginn setzten die Sängerinnen aber ganz passend »Thank You For The Music«.

Danach ging es in einem bunten reigen weiter, wobei allerdings Mundartstücke, wie »Freind für´s ganze Leben« oder »Geh, schau doch ned so bäs« in der Überzahl waren. Als besondere Herausforderung präsentierte »Avalon« den »Kaiwemillebitschn Song«, bei dem Sommergäste oder andere »Zuagroaste« aufgefordert wurden mitzusingen. Als kleine Hilfsgeste hielten sie dabei zwei Schilder in die Höhe, auf denen der mitzusingende Teil »Kaiwe-Mille-Kiwe-Gummi-Ditzl-Dichtung« verzeichnet war. Wirklich verstanden haben dürften die Nicht-Bayern aber höchstens Gummi und Dichtung. Dieses Manko hielt sie allerdings nicht davon ab, kräftig mitzusingen.

Unter den sehr bekannten englischen Titeln waren auch »I Will Follow Him«, »I Feel Pretty«, »Sound Of Silence« und »Aquarius«, wobei die Zuhörer bei letzterem Lied wieder dazu ermuntert wurden mitzusingen; eine schöne Geste, die es den Konzertgehern ermöglichte, sich auch aktiv am Konzert zu beteiligen. Insgesamt zeigten die Sängerinnen bei diesem Konzert einmal mehr ihre enorme Vielseitigkeit und Stimmgewalt, ob als Chor insgesamt oder auch als Solisten. Sehr gut unterstützt wurde der Chor auch diesmal wieder von den Instrumentalisten, Sven-Jörge Schnoor am Klavier, Manfred Perchermeier am Kontrabass, Robert Zunhammer am Schlagzeug und Kati Schörgnhofer an der Querflöte.

Bleibt zu hoffen, dass das Ensemble bei seinen Sommerkonzerten das Strandbad in Taching noch viele Jahre in einen so magischen Ort wie die Insel Avalon verwandelt. Alois Albrecht

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