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Der Grusel sitzt im Mandelkern

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Das schönste am Gruseln
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Das schönste am Gruseln ist oft die Erleichterung nach dem Schreck. Foto: Henning Kaiser/dpa Foto: dpa

Iiih, ein Monster! Und das da in der Ecke: Das sieht doch aus wie ein Gespenst. Leute zu erschrecken ist rund um Halloween eine große Sache. Meistens macht das Spaß. Vor allem, wenn nach dem Gruseln die Erleichterung kommt: Monster und Gespenst waren natürlich nicht echt, alles nur ein Scherz.


Aber woher kommt das Grusel-Gefühl? Es entsteht bei uns im Gehirn. Der Ort dafür heißt Mandelkern. Denn er ist etwa so groß und so geformt wie ein Mandelkern. Fachleute nennen ihn Amygdala.

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Dieser Teil des Gehirns ist eine Art Alarmanlage. Die Amygdala bewertet Gefahren-Signale, wie etwa einen Schrei, den man hört. Ein Teil des Signals kommt superschnell in der Amygdala an. So kann der Körper blitzschnell reagieren: etwa mit Erstarren oder Weglaufen.

Ein wenig langsamer, aber genauer, wird das Signal auf einem zweiten Weg überprüft: Gibt es hier wirklich eine Gefahr? Oder hat nur jemand aus Spaß geschrien?

Stellt sich heraus, dass es keinen echten Grund für den Schrecken gab, ist die Erleichterung groß. Dieses Gefühl der Erleichterung ist vermutlich der Grund, warum viele Menschen sich gern mal gruseln.