weather-image
15°

Der Favorit tat sich schwer

Letztendlich hat sich doch der Favorit durchgesetzt: In einem Spiel, in dem beide Seiten auf etliche Stammkräfte verzichten mussten, gewann Bayernligist SB Rosenheim beim Landesligisten SV Kirchanschöring mit 3:1 und hat damit die zweite Qualifikationsrunde im BFV-Toto-Pokal erreicht.

Nicht dem Ergebnis entsprechend war die Stimmung auf den Trainerbänken nach dem Schlusspfiff: Während die Trainer der Platzherren, Günter Heberle und Sepp Aschauer, aufgrund der gezeigten SVK-Leistung durchaus positiv gestimmt waren, wirkten Manfred Burghartswieser und sein Assistent Andreas Schreffl alles andere als einverstanden. »Im Großen und Ganzen war das nicht ausreichend«, meinte Burghartswieser nach dem doch sehr mühevollen Sieg seiner Mannen, die sich in der gesamten ersten Spielhälfte und in der Schlussphase sehr schwer taten.

Anzeige

»Wir waren zu Beginn nicht aggressiv genug, haben Kirch–anschöring viel zu viel Platz gelassen und sind mit einem glücklichen 0:0 in die Pause gegangen«, so Burghartswieser weiter. Die notwendige Aggressivität hatten die Gastgeber, die sich auch jede Menge Szenen rund um den Rosenheimer Strafraum erspielten. Gäste-Tormann Simon Vockensperger und seine Vorderleute mussten bei etlichen hohen Bällen in den SBR-Sechzehner immer wieder eingreifen. »Insgesamt war es eine gute Leistung, allerdings haben wir unsere Chancen nicht genutzt«, befand SVK-Trainer Aschauer. Die beste Gelegenheit hatte im ersten Durchgang Christian Heinrich, dessen Kopfballversuch aus hervorragender Position allerdings misslang. Auf der anderen Seite besaß Matthias Poschauko die Chance zur Führung, die aber von Torwart Helmut Baumann vereitelt wurde.

Das flotte, manchmal aber recht hektische Spiel fand auch nach der Pause seine Fortsetzung – diesmal mit Rosenheimer Überlegenheit. Nachwuchsakteur Thomas Höhensteiger erzielte nach Hereingabe von Christian Schnebinger die Führung (49.), Poschauko erhöhte nach Zuspiel von Christoph Börtschök per Direktabnahme (62.). »Ich hatte die Defizite in der Halbzeitpause deutlich angesprochen, danach lief es auch 30 Minuten lang viel besser«, bemerkte Burghartswieser, dem aber nicht gefallen haben dürfte, dass die Sportbündler danach jede Menge Chancen zuließen. Alleine Sebastian Leitmeier vergab drei dicke Einschussmöglichkeiten, ehe er nach einem Fauxpas von Bernd Sylla mit einem fulminanten Schuss zum 1:2 erfolgreich war (76.). »Ich hoffe, Leitmeier, Heinrich & Co. haben sich die Tore für den Punktspielstart aufgehoben«, so Aschauer, der befand, »dass wir gegen einen abgeklärten Gegner verloren haben.«

Wenig abgeklärt war die Schlussphase der Rosenheimer, die um den Sieg noch einmal kräftig zittern mussten, ehe Onur Kaya nach einer Hereingabe von Michael Tot technisch fein für die Entscheidung sorgte (90.). »Nach dem 1:2 haben wir auf einen Schlag die Ordnung verloren – so etwas darf nicht passieren«, kritisierte Burghartswieser. tn