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Der Erste Weltkrieg und seine Folgen

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Paul von Hindenburg, Kaiser Wilhelm II. und Erich Ludendorff
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Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg (l-r), Kaiser Wilhelm II. und General Erich Ludendorff studieren wärhend des Ersten Weltkriegs eine Landkarte. Foto: dpa Foto: dpa

Berlin/Paris (dpa) - Der Erste Weltkrieg gilt manchen Historikern als »Urkatastrophe« des 20. Jahrhunderts. Millionen Menschen starben, die politische Landschaft veränderte sich radikal. Folgen im Überblick:



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ZERFALL DER IMPERIEN: Die Kaiserreiche Österreich-Ungarn, Deutschland und Russland sowie das Osmanische Reich brachen zusammen. Aus den Trümmern ging eine Vielzahl neuer Nationen besonders in Mitteleuropa und auf dem Balkan hervor.

NEUE WELTMACHT: Trotz des Sieges im »Great War« war Großbritannien danach nicht mehr die unbestrittene Weltmacht Nummer eins. Dieser Titel des hoch verschuldeten Königreichs ging allmählich an die USA.

TOTE UND VERWUNDETE: Fast 9 Millionen Soldaten und mehr als 6 Millionen Zivilisten starben. Deutschland zählte an den Fronten mehr als 2 Millionen Tote. Österreich-Ungarn verlor fast 1,5 Millionen Mann. Die Gegner verloren insgesamt 5,3 Millionen Soldaten.

HUNGER UND NOT: Die von England betriebene Seeblockade führte in Deutschland zu Lebensmittelmangel und Versorgungsproblemen bei Rohstoffen. 1915 kam es zu ersten Krawallen, ein Jahr später wurde etwa ein Drittel aller Lebensmittel auf dem Schwarzmarkt gekauft.

GEBIETSVERLUSTE: Am Ende des Krieges büßte Deutschland ein Siebtel seines Territoriums und ein Zehntel der Bevölkerung ein: Im Westen ging Elsass-Lothringen an Frankreich, im Osten Posen und Westpreußen an Polen, das Memelgebiet kam unter alliierte Kontrolle und ging später an Litauen, Danzig wurde dem Völkerbund unterstellt. Das ehemals schlesische Hultschiner Ländchen wurde tschechoslowakisch.

KOLONIEN: Nach dem Krieg teilten die Sieger die deutschen Kolonien unter sich auf, im Wesentlichen 8 Gebiete mit 3 Millionen Quadratkilometern und gut 12 Millionen Einwohnern. Die größten waren Ostafrika (heute Tansania, Burundi, Ruanda), Südwestafrika (heute Namibia), Kamerun sowie Neuguinea (heute Papua-Neuguinea).

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