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Der TSV Berchtesgaden und der SC Isaria Unterföhring trennen sich 10:10 – Heimische Ringer zufrieden mit dem Ergebnis

Denkbar knapp am Sieg vorbei

Die Ringer des TSV Berchtesgaden und die des SC Isaria Unterföhring gingen am Samstag mit dem Ergebnis 10:10 auseinander. Der Grund dafür, dass Berchtesgaden keinen Sieg errang, waren zwei 0:4-Niederlagen von Marius Mackamul und Christoph Graßl. Zudem schafften Peter Fodor und Richard Dajka »nur« zwei statt eingerechneten drei Zählern. Lukas Laue, der drei Stunden zuvor noch mit der SG Schönau in der Bezirksliga gewonnen hatte, gewann seinen Kampf souverän. Trotz des Unentschiedens zeigte man sich beim TSV Berchtesgaden zufrieden mit dem Ergebnis gegen den Tabellenzweiten, denn im vergangenen Jahr hatte man den Heimkampf noch mit 15:21 verloren und auch in München gab es eine klare 7:21-Niederlage.

Gebannt blickt der Unterföhringer Christian Axenbeck im Kampf gegen Peter Fodor auf die Uhr, schließlich ging es ihm nur darum, keine hohe Wertung abzugeben, was ihm auch halbwegs gelang. (Foto: Wechslinger)

Ringerboss Hans Labacher hatte angekündigt, den Kampf gegen den Tabellenzweiten gewinnen zu wollen. Beinahe sollte der Ringsportexperte recht behalten, schließlich holte man zum zweiten Mal Richard Dajka zum Kampf, der im Aufstiegsjahr Seriensieger war. Schon der erste Kampf zwischen Tobias Küpper (G 57) und Abdul-Basir Ibrahimi hatte es in sich. Unterlag Küpper in München im Freistilkampf nach gut zwei Minuten noch auf Schulter, so lieferte der junge Berchtesgadener dem erfahrenen Gegner dieses Mal einen erbitterten Kampf. Nach spannenden sechs Minuten stand es 2:2. Weil aber der Gästeringer die letzte Wertung entschieden hatte, ging der 1:0-Sieg nach Unterföhring.

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Fodor hat Gegner sicher im Griff

Peter Fodor (F 130) hatte seinen Gegner Christian Axenbeck sicher im Griff und führte mit 12:4, was drei Punkte gebracht hätte. Doch einmal passte Fodor nicht auf und so kam Axenbeck auf 12:6 heran und gab nur zwei statt drei Punkte ab.

Unterföhrings Matchplan ging auf. Ein enges und hartes Gefecht lieferten sich Sebastian Küpper (F 61) und Vincent Kurth. Hillebrand schaffte gegen seinen starken Widersacher einen 4:3-Sieg und Berchtesgaden führte damit 3:1. Ähnlich wie seinem Freund Peter Fodor erging es auch Richard Dajka (G 98) gegen Florian Görsch. Auch Dajka war auf einem guten Weg, drei Punkte für sein Team zu holen. Doch auch er gab unnötige Punkte ab und so wurde es »nur« ein 12:6-Sieg, der Berchtesgaden jedoch auf 5:1 davon ziehen ließ. Nachdem Korbinian Hillebrand (G 66) gegen den ehemaligen Bundesligaringer Simon Ketterer einen hart umkämpften 2:0-Punktsieg schaffte, ging der TSV Berchtesgaden mit einer 6:1-Führung in die Pause. Andreas Rühle (F 86) hatte in München gegen Julian Stadlbauer noch nach Punkten verloren. Dieses Mal drehte er den Spieß um und gewann sicher mit 8:2. Auch in diesem heißen Kampf fehlten zwei Zähler, um am Ende den Mannschaftskampf zu gewinnen. Berchtesgaden führte jetzt zwar mit 10:1, aber man wusste um die nächsten drei Kämpfe, bei denen die Unterföhringer die weitaus besseren Karten auf die Matte brachten. Zunächst war Marius Mackamul (G 80) ohne den Hauch einer Chance.

Unterföhring holt einen 1:10-Rückstand noch auf

Nach gut der Hälfte der Ringzeit gewann der letztjährige Bundesliga 2-Ringer Guido Gretschel mit 16:0 und der Gast verkürzte auf 10:5. Jetzt kam es auf Alexander Petersen (G 75 A) an, keine hohe Niederlage zu kassieren. In einem engen Kampf hielt sich Petersen gegen Amlet Mamatzanian ausgezeichnet und ließ nur eine 3:5-Punktniederlage zu, die jedoch den Gästen die Chance auf ein Unentschieden eröffnet hat. Und dies nützte der Tabellenzweite. Christoph Graßl (F 75 B) hatte gegen den deutschen Juniorenmeister Michael Riesterer einen schweren Stand. Schon zur Halbzeit lag Graßl mit 0:9 zurück. Als man gut eine Minute vor Kampfende schon darauf hoffen durfte, dass Graßl keine »Vier« abgeben würde, geriet der Ramsauer in einen Topgriff seines Gegners, der den Kampf doch noch mit einer weiteren »Vier« vorzeitig beendet hat. Damit hatte Unterföhring in den letzten drei Runden einen 1:10-Rückstand noch zu einem Unentschieden gebogen. Dennoch zeigten sich die Zuschauer mit dem Auftritt des TSV Berchtesgaden zufrieden. Wenngleich man auf beiden Seiten mit einigen Entscheidungen des Mattenleiters nicht ganz einverstanden war, so geht das Unentschieden doch in Ordnung, befand der langjährige Zweitbundesligaringer und Nachwuchstrainer Wolfgang Küpper. Alle Ergebnisse des 11. Kampftages in der Bayernliga (Resultat aus dem Hinkampf): SC Anger - SV Mietraching 22:10 (15:10), TSV Mering – TV Traunstein 16:23 (10:15), TSV Berchtesgaden – SC Isaria Unterföhring 10:10 (7:21), SC Oberölsbach – AC Penzberg 15:17 (14:18).

10. Kampftag Gruppenliga: SC Anger II – SV Mietraching II 41:12 (27:20), TSV Berchtesgaden II – SC Isaria Unterföhring II 28:28 (16:32).

Schüler Grenzlandliga: TSV Berchtesgaden – TSV Trostberg 0:40. cw