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Dengler - Fremde Wasser

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Dengler - Fremde Wasser
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Olga Illiescu (Birgit Minichmayr) ist fündig geworden und zeigt Georg Dengler (Ronald Zehrfeld) den Beweis dafür, dass zumindest der Sohn von Kolidis noch am Leben ist. Foto: Heinz Wehsling/ZDF Foto: dpa

Ein Euro-Krimi zwischen Berlin und Athen. Es geht um die Privatisierung der Wasserwirtschaft in Griechenland. Wieder ein politisch brisanter Fall für den eigenwilligen Privatdetektiv Georg Dengler und seine Kollegin Olga.


Berlin (dpa) - Bomberjacke, T-Shirt, ausgebeulte Jeans: Der Ex-BKA-Zielfahnder und Privatermittler Georg Dengler (Ronald Zehrfeld) strahlt den ruppigen Charme eines Straßenköters aus.

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Zusammen mit der smarten Computer-Hackerin Olga Illiescu (Birgit Minichmayr), die auf der Fahndungsliste der Polizei steht, ermittelt der unrasierte, impulsive Schnüffler oft haarscharf am Rand der Legalität.

Dieses eigenwillige Duo agiert meilenweit entfernt vom deutschen Fernsehkrimi-Mainstream. Ihren letzten Einsatz, der sie in den braunen Sumpf der NSU-Morde führte, wollten im November 2017 aber lediglich 3,88 Millionen Zuschauer (12,3 Prozent Marktanteil) in der Primetime sehen. In ihrem mittlerweile vierten Fall verschlägt es die beiden Outlaws nun nach Griechenland. Der sehenswerte, hochkarätig besetzte TV-Krimi »Dengler - Fremde Wasser« läuft am Montag (14. Mai) um 20.15 Uhr im ZDF.

Dengler bekommt den Auftrag, die mysteriösen Umstände eines Bootsunfalls aufzudecken, bei dem der griechische Lobbyist Konstantinos Kolidis (Michael Sideris) anscheinend ums Leben kam. Kolidis war in die Privatisierung der Wasserversorgung involviert, sah diese zunehmend kritisch und hatte Korruptionsfälle aufgedeckt. Er pflegte Kontakte zum deutschen Bundestagsabgeordneten Andreas Schülkopf (Max von Pufendorf), der sich ebenfalls als Privatisierungsgegner profiliert hatte - gegen den Widerstand in seiner eigenen Fraktion.

Als Schülkopf von einem ominösen Gangster (Oliver Masucci) der nur »der Doktor« genannt wird, in seiner Villa überfallen und seine Familie bedroht wird, gelingt es Dengler und Olga mit einem gewagten Coup, Beweismaterial aus dem Bundestagsbüro des Abgeordneten herauszuschmuggeln. Die Spur führt zurück nach Athen - und danach bis nach Brüssel in die Spitzen der EU-Bürokratie.

Der Drehbuchautor Lars Kraume (»Das schweigende Klassenzimmer«, »Der Staat gegen Fritz Bauer«), der für alle vier Dengler-Folgen verantwortlich zeichnet, gelingt es auch diesmal, eine spannende Geschichte mit politischer Relevanz zu kombinieren. Sein Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des Krimiautors Wolfgang Schorlau, der in seinen Büchern immer wieder politisch brisante Themen aufgreift.

In diesem Fall geben die Ermittlungen im wirtschaftlich maroden Griechenland reichlich Raum für Seitenhiebe auf deutsches Dominanzgehabe. Und einen Philosophen lernen wir auch noch kennen: Dengler bekommt in Athen Unterstützung vom Polizeibeamten Sokrates (Alexis Georgoulis), über dessen Namen immer wieder Späße gemacht werden. Aber dieser leidgeprüfte Grieche erweist sich am Ende dann doch als der Klügste von allen. Er weiß, dass er nicht alles weiß.

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