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Demokraten-Parteitag: Michelle Obama wirbt für Wiederwahl

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Michelle und Barack Obama
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Zu Beginn der Veranstaltung ist unter anderem ein Auftritt der First Lady Michelle Obama geplant. Beim Nominierungsparteitag der Demokraten 2008 hatte sie mit ihrem Mann bereits mitgefiebert. Foto: Shawn Thew / Archiv Foto: dpa
Parteitag der US-Demokraten
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US-Präsident Obama muss auf dem Parteitag alles geben, um seine Anhänger mitzureißen. Foto: Michael Reynolds Foto: dpa
Barack Obama
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Will weitere vier Jahre die Vereinigten Staaten als Präsident regieren: Barack Obama. Foto: Micheal Reynolds/Archiv Foto: dpa
Demonstranten kämpfen in Noth Carolina um ihre Jobs
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Ein großes Problem könnten für Obama die Wirtschaftsdaten werden. Die Arbeitslosigkeit liegt seit Jahren über acht Prozent. Foto: Davis Turner Foto: dpa
Nominierungsparteitag der Demokraten
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Bei der dreitägigen Convention mit rund 6000 Delegierten stellt die Partei Obama erneut als Kandidat auf. Foto: Shawn Thew Foto: dpa
Obama-Maskottchen statt Erfrischungsbaum im Auto
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Für eine Wiederwahl ist US-Präsident Obama auf die Stimmen der Minderheiten angewiesen. Auf ihrem Parteitag präsentieren sich die Demokraten daher bewusst als kunterbunte Truppe. Werbeartikel machen die Runde. Foto: Brian Blanco Foto: dpa
Obama-Fan
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Die große Euphorie über die Wahl Barack Obamas mag zum Teil verflogen sein. Trotzdem glauben viele seiner Anhänger weiter an den Mann, der es als erster Schwarzer ins Weiße Haus geschafft hat. Foto: Brian Blanco Foto: dpa
Obama-Sticker
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Die Demokraten erwarten nach eigenen Angaben mindestens 35 000 Besucher und Hunderte Journalisten aus aller Welt. Foto: Shawn Thew Foto: dpa

Charlotte (dpa) - Zwei Monate vor der US-Präsidentenwahl wollen die Demokraten mit einer glanzvollen Parteitags-Show die Weichen für eine Wiederwahl von Amtsinhaber Barack Obama stellen.


Zum Auftakt der politischen Großveranstaltung in Charlotte (North Carolina) steht die Rede der First Lady Michelle Obama auf dem Programm. Das Wahlkampfteam hofft, mit dem Auftritt der populären Präsidenten-Gattin entscheidende Sympathiepunkte zu sammeln. Bei der Convention sollen auch Ex-Präsidenten, Minderheiten-Vertreter und Stars für Obama werben. Der Schlagabtausch zwischen dem Amtsinhaber und Herausforderer Mitt Romney wird dabei immer härter.

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Bei dem Parteitag der Republikaner in der vergangenen Woche hatte Romneys Ehefrau Ann auf der emotionalen Ebene vorgelegt. In einer stimmungsvollen Rede warb sie für ihn als einen «Mann, den Amerika braucht». Sie stellte ihren 65 Jahre alten Gatten als treu sorgenden Familienvater dar. Während Ann Romney bis zu ihrem Auftritt weitgehend unbekannt war, gilt Michelle Obama als ausgesprochen beliebt. Ihre Umfragewerte sind weit besser als die ihres Mannes - mehr als zwei Drittel der Amerikaner mögen sie. Im Wahlkampf versucht Michelle Obama vor allem, die persönlichen Seiten des Präsidenten zu zeigen.

Der Präsident selbst stimmte seine Anhänger zum Auftakt eines Wahlkampfauftritts in Norfolk (Virginia) auf die Rede der First Lady ein. «Ich weiß, was immer ich hier heute sage, wird bestenfalls einen entfernten zweiten Platz hinter dem einnehmen, was Ihr heute Abend vom Star der Obama-Familie, Michelle Obama, hören werdet», sagte der Demokrat. Er werde sich die Rede daheim im Weißen Haus zusammen mit seinen beiden Töchtern anhören, «und ich werde zu vermeiden versuchen, dass sie ihren Papa weinen sehen».

In den Mittelpunkt des Parteitags rückte am Dienstag auch der 37 Jahre alte Bürgermeister der texanischen Stadt San Antonio, Julian Castro. Die Zukunftshoffnung der Partei wurde mit der Eröffnungsrede betraut. Castro ist der erste Demokrat lateinamerikanischer Herkunft in dieser Funktion. US-Fernsehsender und Zeitungen bezeichneten ihn am Dienstag bereits als einen der möglichen Nachfolger Obamas im Weißen Haus. Castro spricht wegen seiner Herkunft eine wichtige Klientel der Demokraten an. Bei der Wahl 2008 hatte Obama zwei Drittel der hispanischen Wählerstimmen erhalten.

Fast 6000 Delegierte sollen Obama am Mittwoch formell als ihren Kandidaten für die Wahl am 6. November aufstellen. Der ehemalige, in der Bevölkerung bis heute sehr beliebte US-Präsident Bill Clinton (1993 - 2001) wird die offizielle Nominierungsrede halten. Obamas mit Spannung erwartete Antrittrede ist zum Abschluss des Parteitags für Donnerstag geplant. Er wird nach eigener Aussage erklären, wie er die Wirtschaft ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und die Mittelschicht stärken will.

Paul Ryan, Romneys Kandidat für den Vizepräsidenten, warf Obama unterdessen erneut vor, das Land in den vergangenen vier Jahren nicht voran gebracht zu haben. «Er kann Euch nicht erzählen, dass es Euch bessergeht», sagte Ryan bei einem Auftritt in North Carolina. Vizepräsident Joe Biden konterte, dass Obama die Autoindustrie gerettet und den Terrorchef Osama bin Laden getötet hat. «Amerika geht es heute besser», sagte er.

Website zum Demokraten-Parteitag

Homepage Barack Obama

Region Charlotte, Wirtschaft