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Dax dämmt Anfangsverluste ein

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag seine anfänglichen Verluste eingedämmt. Die Sorgen um eine näher rückende geldpolitische Wende in den USA hält Analyst Robert Halver von der Baader Bank für übertrieben.

Entscheidend sei die Festlegung der US-Notenbank Fed auf noch lange rekordniedrige Zinsen. Von verhalten ausgefallenen europäischen Einkaufsmanager-Indizes kamen derweil keine klaren Impulse. Der besser als erwarteten Entwicklung in Deutschland standen enttäuschende Daten aus Frankreich gegenüber.

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Um die Mittagszeit notierte der deutsche Leitindex noch 0,26 Prozent tiefer bei 9178 Punkten. Nach den Rekordständen zum Wochenstart hatte der Dax zuletzt auf der Stelle getreten. Der MDax gab um 0,36 Prozent auf 16 134 Punkte nach und der TecDax verlor 0,40 Prozent auf 1135 Punkte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Minus von 0,27 Prozent auf 3039 Punkte zu Buche.

Das Fed-Sitzungsprotokoll ermöglicht zwar in den kommenden Monaten eine Drosselung der milliardenschweren, konjunkturstützenden Anleihekäufe. Doch er gehe von einem sehr behutsamen Vorgehen der US-Notenbänker aus, betonte Baader-Bank-Experte Halver.

Diese dürften sich hüten, die Konjunkturerholung nicht nur in den USA, sondern auch in den Schwellenländern zu gefährden. Zudem verfolgten sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die japanische Notenbank weiterhin eine sehr expansive Geldpolitik.

Bei den Einzelwerten stand erneut ThyssenKrupp im Fokus. Die Aktien büßten als Dax-Schlusslicht 2,46 Prozent ein, nachdem das «Handelsblatt» berichtet hatte, der Industrie- und Stahlkonzern werde sein Stahlwerk in Brasilien in zwei bis drei Jahren erneut zum Verkauf stellen.

Bereits am Vortag hatte die Enttäuschung über möglicherweise erst mal gescheiterten Verkauf die anfängliche Freude über eine wohl baldige Lösung für das Stahlwerk im US-Bundesstaat Alabama überlagert.