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Das war am 28. November 1895 zu lesen

Traunstein. Aus Nürnberg wird uns in bezug auf das Brezenbacken daselbst eine diesbezügliche Entschließung der kgl. Regierung von Mittelfranken mitgeteilt.

Hierzu wäre zu bemerken: Auch hier ist das Brezenbacken vom Martinimarkt bis Ostern gebräuchlich. Da aber in dieser Zeit von verschiedenen Bäckern ohne gegenseitiges Einverständnis und ohne Rücksicht auf den wahrscheinlichen Absatz ihrer Ware Brezen gebacken werden, so gestaltet sich die ganze Brezenbäckerei zu einer wahren Plage sowohl für die produzierenden Gewerbsleute als auch für das konsumierende Publikum, besonders aber für die Wirte.

Ohne Zweifel waren die früheren Verhältnisse, wonach die Brezenbäckerei in einjährigem Turnus an zwei Bäckereien vergeben wurde, dem jetzigen Zustande vorzuziehen. Der Geschäftsmann konnte dabei auf sicheren Verdienst und das Publikum auf geeignete Befriedung seines Bedürfnisses rechnen.