Bildtext einblenden

Das stand am 9. November 1893 in der Zeitung

Traunstein. Der Verschönerungs-Verein Traunstein, stets bemüht Schönes zu schaffen, hat vor Jahren auch eine Allee auf dem Wege von der Stadt nach Haslach angelegt, welche zur Zeit angenehmen Schatten bot und von Herrn Gerichtsarzt Dt. Leonpacher fremden und einheimischen Rekonvaleszenten zu Spaziergängen empfohlen wurde.


Von der Stadt zur Waserreserve wird nun eine Telephonanlage eingerichtet und die Stangen dahin zwischen die Alleebäume gesetzt.

Da jedoch die Stangen zu kurz sind und über die Bäume nicht hinausreichen, so wurden die schönen und dichtbelaubten Baumkronen im Unverstand so verhunzt und zusammengeschnitten, daß es wahrlich ein Skandal genannt zu werden verdient, was bei einiger Vorsicht durch Aussägen weniger Äste oder durch Einvernehmen mit den Grundbesitzern leicht hätte verhütet werden können.

– Wo bleibt hier das städtische Bauamt, um solchen Unsinn und wahre Zerstörungswut zu verhüten? – Wahrlich, jedem, der diese Anlage begeht, muß das Herz bluten über solchen Greuel der Verwüstung.