Das Motto lautet: Lernen, Helfen und Feiern – Rotaracter blickten bei Konferenz zurück

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Gute Stimmung herrschte bei einer Wanderung am Högl, die die Rotaracter nach ihrer Distriktsversammlung unternahmen.

Die Rotaracter des Distrikts 1842 trafen sich zu ihrer Distriktskonferenz im neu erbauten Gemeindehaus der Evangelischen Kirche in Freilassing. Zum Distrikt 1842 der Rotary-Jugendbewegung zählen unter anderem auch die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land.


Distriktsprecher Christian Tomani erinnerte zu Beginn seines Jahresrückblicks noch einmal an Wesen, Aufgaben und Ziele Rotaracts: »Alle Rotaracter verfolgen das selbe Anliegen, Menschen in Not zu helfen, gleichzeitig Freundschaften zu schließen und auch den persönlichen Horizont zu erweitern.« Gemeinsam mit Rotary und verschiedenen Aktionsgruppen gelte es, im Rahmen der gemeinnützigen, ehrenamtlichen Arbeit umfangreiche Ziele zu verwirklichen. Tomani nannte unter anderem die Bekämpfung von extremer Armut und Hunger, die Primärschulbildung für alle, die Geschlechtergleichstellung zur Stärkung der Rolle der Frauen und die Senkung der Kindersterblichkeit. »Zur Verwirklichung dieser Ziele bilden die Rotaract-Clubs ein weltweites soziales Netzwerk und bieten jungen Menschen dadurch die Möglichkeit, Gutes zu tun und sich dabei persönlich wie auch beruflich weiter zu entwickeln«, führte Tomani weiter aus.

In seinem Rückblick auf die vielen Aktivitäten und Sozialaktionen der Clubs im schwierigen Corona-Jahr hob Tomani insbesondere den Sports-Day unter dem Motto »Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern« hervor. Bei diesem Event konnten die Jugendlichen des RC Freilassing-Laufen im Bereich Radfahren mit der Höchstzahl der Fahrkilometer den Sieg als aktivster Club erringen. Durch die dadurch im Distrikt »eingefahrenen« Spenden konnten 30 Fahrräder für afrikanische Kinder zur Erleichterung und Sicherung des Schulwegs aus abgelegenen Dörfern finanziert werden.

Für die von einer Jury ausgewählten Aktionen der Rotaract-Clubs im abgelaufenen Clubjahr wurden anschließend die sogenannten »Best-Prices« verliehen. Der dritte Preis, dotiert mit 200 Euro, ging an den Rotaract-Club Hallertau für dessen Nikolausüberraschung für die Bewohner des örtlichen Lebenshilfe-Wohnheims. Den zweiten Preis mit 300 Euro erhielt der Club München-Mitte für die Sammlung von Lebensmitteln und elektrischen Geräten für ein Kinder- und Jugendhaus. Sieger wurde der Club aus Deggendorf – 500 Euro gab es als Prämie –, dessen Mitglieder sich bei Mitarbeitern eines Altenheims mit selbst gebastelten, individuellen Karten für deren unermüdliches Wirken während der Coronapandemie persönlich bedankten. Auch Reinhard Fritz, amtierender Governor des Distrikts 1842 für den südostbayerischen Raum, würdigte das Engagement der jungen Rotaracter mit vielfältigen Ideen für verschiedenste Sozialaktionen auf der Grundlage ihres Mottos »Lernen, Helfen, Feiern«. 500 Euro konnte er dazu als Geschenk des Distrikts überreichen.

Damit auch das Lernen nicht zu kurz kam, stand ein Vortrag zum Thema »Schuldenbremse« auf der Tagesordnung. Norbert Wolf, amtierender Präsident des RC Traunstein, der auch beruflich mit dieser Thematik befasst ist, spannte in seinen Ausführungen den Bogen von den durch die deutsche Regierung festgesetzten Konvergenzkriterien für die Staatsverschuldung – in Höhe von maximal 60 Prozent im Grundgesetz verankert – über die durch die Eurokrise 2007 erfolgte Revidierung der Vorgaben bis zur Corona-bedingten, massiven Schuldenaufnahme in unmittelbarer Vergangenheit. Die prognostizierte Wachstumsrate des Bruttosozialprodukts für das nächste Jahr und die unmittelbare Zukunft schlossen den Gesamtüberblick ab.

Die Diskussion bestätigte die Intention des Referenten. Er wollte aufzeigen, dass die Bewältigung der weiteren Folgen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gesamtentwicklung in der Zuständigkeit der Jugend liegen werde.

Traditionell legte der scheidende Distriktsprecher nach einem Jahr sein Amt in die Hände des Nachfolgers, diesmal in die Hände der Nachfolgerin Paulina Busch. Nach dem Dank an Christian Tomani lud sie mit dem persönlichen Hinweis »Rotaract lebt durch persönliche Begegnungen« zur Wanderung auf den Högl, bei der es genügend Möglichkeit zu persönlichem aber auch, angeregt durch das Referat, zu wirschafts- und gesellschaftspolitischem Austausch kam.

sl