weather-image
25°

»Das Leben ist ein Meer aus Musik«

4.2
4.2
Bildtext einblenden
»Auf geht's, liebe Schüler. Jetzt zeigt, was ihr könnt!« Musikschulleiter David Gruber und seine jungen Talente. (Fotos: Tessnow)
Bildtext einblenden
David Gruber und die Talkessel Bläserklasse.
Bildtext einblenden
Das Brass Ensemble.

Berchtesgaden – Die Aula des Gymnasiums am Anzenbachfeld war am Freitagabend voll besetzt. Auch heuer konnte Musikschulleiter David Gruber wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken und den Gästen die Talentpotenziale junger Musiker aus der Musikschule Berchtesgadener Land präsentieren.


In Zusammenarbeit mit seinem pädagogischen Kollegium wurde ein umfangreiches Abendprogramm auf die Bühne gestellt, die eigentlich keine »richtige« war.

Anzeige

Rund 150 Zuschauer wollten sehen, was ihre Kinder so alles auf dem Kasten, beziehungsweise auf dem Instrument drauf haben. Üben und vor Publikum das Geübte zu präsentieren, sind zweierlei. Nervosität und Lampenfieber versus Noten, heißt: Bloß nicht verspielen, denn auch die Familie sitzt im Saal und die Luft ist dazu noch konzentrationsraubend.

David Gruber begrüßte das Publikum, welches überwiegend aus den Eltern der Talenten bestand. Aufgrund der hohen Zahl der Musikschüler und des komplexen Programms wurde die Bühne der Aula einfach »umgedreht« und der große Aulabereich genutzt. So bot sich besonders für die jungen Tanzgruppen ausreichend Platz, ihre Einlagen umzusetzen.

Alle Mitwirkende aufzulisten, würde hier den Rahmen sprengen, so umfangreich und aufwendig hatten die Leiter das Festprogramm zusammengestellt. Die Auswahl demonstrierte, dass der Musikschulunterricht nicht nur schwierige Klassik zu bieten hat. Das Konzept, Kinder in die Kunst der Musik einzuführen, beginnt bereits mit der musikalischen Früherziehung und dem Kreativtanz. Fortgeschrittene konnten am Freitagabend den Modern Dance präsentieren.

Volksweisen, interpretiert an der Ziach, Gitarre zupfend oder als Harfenduett, sind fester Bestandteil des Musikschulprogramms. Auch die Bläserklassen sowie ein Brass-Quartett halten das Erlernen traditionellen Liedguts hoch. Von Walzer, Schlager, Power Rock, Filmmusik bis Sonaten ließ man kein Genre aus. Besonders lobend ist es, wenn ambitionierte Talente das Üben nicht aufgeben und sogar höheren Ambitionen folgen. Auch Solointerpreten konnten am Abschlussabend wieder ihre Entwicklung mit Anspruch zur professionellen Sensibilität zeigen. Das zeichnet das Unterrichtsangebot ab der Elementarerziehung der Musikschulen aus.

Die jungen musischen Künstler erhielten ihren verdienten Applaus. Das Konzert dauerte zwei Stunden. Die Verköstigung organisierte der Elternbeirat. Musikschulleiter David Gruber resümierte den Abend als Erfolg, denn »besonders im zweiten Teil des Programms boten die jungen Musiker einen anspruchsvollen Querschnitt mit konzertantem Ambiente«. Jörg Tessnow