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Das Aufblühen der Weißen Rose im Alten Kino in Ruhpolding

Ruhpolding. »Wir schweigen nicht! Wir sind euer böses Gewissen, die Weiße Rose lässt euch keine Ruhe« – Dieses bekannte Zitat stammt aus dem vierten Flugblatt der Weißen Rose, einer studentischen Gruppe, die es sich ab Juni 1942 zur Aufgabe gemacht hat, die deutsche Bevölkerung wachzurütteln.

Mehrmals wird Sophie Scholl (gespielt von Valerie Lehmann) vom Polizisten (Wigbert Dehler) zu den Aktionen der Weißen Rose verhört. (Foto: RUKI)

Hoch emotionale Inszenierung

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Sowohl der Name des Mitglieds Sophie Scholl, als auch der mit ihm einhergehende, geschichtliche Hintergrund sind das Fundament des Theaterstücks »Sophie Scholl – Vier Tage im Februar«. In seiner tief bewegenden, hoch emotionalen und dazu auch noch äußerst beeindruckenden Inszenierung hat das Kinder- und Jugendtheater Ruhpolding, RUKI genannt, den Schülern der 9. Jahrgangsstufe des Chiemgau-Gymnasiums im Alten Kino in Ruhpolding das menschliche und politische Engagement der Weißen Rose lebendig werden lassen.

Der Prolog besteht aus einem Gespräch zwischen zwei jugendlichen Mädchen. Während eine der beiden sehr wissbegierig und geschichtlich interessiert dargestellt wird, zeichnet sich das zweite Mädchen durch Unwissenheit und Desinteresse aus.

Ungeachtet gegenüber dem Desinteresse ihrer Freundin, beginnt das Mädchen mit den Erzählungen über den politisch motivierten Widerstand der studentischen Gruppe und schildert dabei euphorisch die Geschichte der Aktivistin Sophie Scholl. Dabei werden die Erzählungen des Mädchens schauspielerisch perfekt untermalt.

Stück ging »wirklich unter die Haut«

Mit beeindruckendem Sinn für Details und Stimmungen ist es dem Regisseur Wigbert Dehler und natürlich den Schauspielern gelungen, das Geschehen auf der Bühne lebendig werden zu lassen. Die Schüler waren beeindruckt vom Stück »Sophie Scholl – Vier Tage im Februar«. Sie sagten danach mehrfach, dass es ihnen »wirklich unter die Haut gegangen« sei. Emma Schmid