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CJD erweitert Angebot mit Fachoberschule

Schönau am Königssee – Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland hat am Standort Berchtesgaden sein Schulangebot erweitert. Seit Schuljahrsbeginn läuft die neue Fachoberschule, zunächst in Betriebspraktika außerhalb der Schule. Wenn die Realschüler vom Dürreck in die neue Schule in Schneewinkl umgezogen sind, können die Fachoberschüler deren Klassenzimmer am Dürreck beziehen. Zur Eröffnungsfeier mit der Amtseinführung von Schulleiter Roland Schober am Montag waren zahlreiche Gäste sowie die neuen Fachoberschüler erschienen. Lehrerin Karin Meindl und Realschulleiter Wolfgang Greiner begleiteten die Feier musikalisch.

CJD-Schulleiter Stefan Kantsperger (l.) mit dem neuen Leiter der Fachoberschule, Roland Schober (M.), und Vorstand Hans Wolf von Schleinitz. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Dürreck-Chef Stefan Kantsperger freute sich, dass so viele Honoratioren der neuen Schule ihre Aufwartung machten. Sein Gruß galt auch den Firmenbesitzern, bei denen die Schülerinnen und Schüler ihre Praktika ableisten. Auch mehrere Schulleiter der verschiedenen Bildungseinrichtungen waren auf den Berg gekommen, der weitest angereiste sogar aus Nürnberg.

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Stellvertretender Landrat Rudolf Schaupp sprach von der großen Bildungsvielfalt des CJD, wo neben ganz normalen Schulzweigen auch die medizinische Versorgung und der Spitzensport einen hohen Stellenwert genießen. Man könne mit Fug und Recht von der größten Ausbildungsstätte im Landkreis sprechen, so Schaupp, der seine große Freude über die neue Bildungseinrichtung ausdrückte und diese als große Bereicherung bezeichnete. Daher sei auch eine Anschubfinanzierung des Landkreises bis zur staatlichen Anerkennung kein Problem gewesen, erklärte Schaupp.

Wenn es die Eliteschule des Sports am Dürreck nicht geben würde, dann wäre auch der Krautkaser am Jenner nicht ausgebaut worden, sagte Bürgermeister Stefan Kurz. Für Erheiterung sorgte der Rathauschef mit der Aufforderung, am 10. November zur Olympiaabstimmung zu gehen und das Kreuz richtig zu platzieren. Denn Olympische Spiele würden die gesamte Region stärken, befand Kurz.

Der geschäftsführende CJD-Vorstand Hans Wolf von Schleinitz bezeichnete es als wohl einmalig, dass in einem einzigen Gemeindegebiet so viele Schulen einer Einrichtung sind. Letzte Woche habe man noch hoch im Norden in Rügen eine neue Schule eingeweiht, kurze Zeit später sei schon wieder der Süden dran.

Die Idee dieser neuen Schule sei nicht neu, erklärte Schulleiter Stefan Kantsperger. Der Platz stehe nun deshalb zur Verfügung, weil bald die neue Realschule im Schneewinkl fertig wird. Dann wechseln nämlich die Realschüler vom Berg ins Tal und die Fachoberschüler ziehen in die leeren Klassenzimmer. Abschließend drückte Kantsperger seine Hoffnung auf die baldige staatliche Anerkennung aus.

Das letzte Wort hatte der neue Leiter der Fachoberschule, Roland Schober. Der bezeichnete seine österreichische Ausbildung als gut vereinbar mit den bayerischen Anforderungen. Schober kommt ursprünglich aus der Wirtschaft und wechselte später ins Lehramt. Weil er eine breite Ausbildung genoss, weiß Schober auch sehr genau, wie es in den verschiedenen Berufszweigen abläuft. So will der neue Schulleiter nun mit Qualität glänzen. Christian Wechslinger