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Christkindlsuchen – Ein schönes neues Ritual in der Weihnachtszeit

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Auf der Suche nach dem Christkind im Wald.

Dass auch in neuerer Zeit recht schöne und sinnvolle Handlungen entstanden sind, zeigt das so genannte »Christkindlsuchen«. Als sinnstiftende Vorbereitung auf Weihnachten versammeln sich dazu meist auf Initiative von Schulen, Kindergärten oder auch Pfarrgemeinden Kinder und Erwachsene, um von einem bestimmten Punkt aus auf lichterumsäumten Wegen – meist Waldwegen – es den Hirten auf den bethlehemitischen Feldern gleichzutun und sich auf die Suche nach dem »Christkind« zu machen.

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Mitten im Wald oder an sonst einem markanten Punkt steht dann, wenn man eine bestimmte Wegstrecke zurückgelegt hat – meist bei einer kleinen Kapelle – ein mit Lichtern bestückter Christbaum als Zeichen dafür, dass das gesuchte Christkind da wohl auch zu Hause sein müsste, weil es ja nach der Überlieferung und den einschlägigen Liedtexten in diesen Tagen vom Himmel »auf die Erde nieder« käme. Gemeinsam wird dann gesungen und gebetet, bevor man – schon fast im Halbdunkeln – den Weg nach Hause antritt.

Jeder weiß es dann: Die lange Wartezeit hat bald ein Ende und das »Stille Nacht, heilige Nacht« lässt nicht mehr lange auf sich warten. Auch dieser schöne »Brauch« wird wohl heuer coronabedingt nicht oder zumindest nicht in der gewohnten Form ausgeführt werden können. Da bleibt aber die Hoffnung, dass es eine Zeit nach »Corona« geben wird, wo man sich wieder gemeinsam zum »Christkindlsuchen« zusammenfindet. Siegi Götze