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Christkindlschießen zu Corona-Zeiten

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(Foto: Bernhard Stanggassinger)

Ramsau – Die Pandemie führt aktuell auch beim Brauchtum zu Einschnitten. Die Standplätze, an denen sich am vierten Adventssonntag um 15 Uhr in normalen Jahren zahlreiche Schützen der Weihnachtsschützenvereine zum Christkindlschießen treffen, waren heuer zumeist verwaist. Viele schossen von daheim aus.


Sepp Hinterseer, Hausherr vom Standplatz der Ramsauer Schützen am Riesenbichl, wollte wenigstens ein Stück weit an der Tradition festhalten. Wo in den letzten Jahren jeweils über 100 Schützen das bevorstehende Weihnachtsfest ankündigten, da stand der Sepp mit seinem Böller nun ganz alleine. Viele Jahre hat er hier seinen Schützenkameraden das Kommando gegeben. Die Wiesen auf der Schattenseite des Ramsauer Tals direkt gegenüber der Pfarrkirche waren weiß vom Raureif. Vereinzelt waren aus dem Ramsauer Tal Schüsse zu hören. »Es is scho verruckt«, sagte der Sepp, »heuer ist halt alles anders«. 

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