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Foto: Bundespolizeiinspektion Freilassing

Bundespolizei beendet zwei Schleusungen innerhalb weniger Stunden – 11 Festnahmen an der Kontrollstelle am Walserberg

Schwarzbach - Die Bundespolizei hat am Donnerstag, 12. Mai, an der Grenzkontrollstelle zwei mutmaßliche Schleusungen unterbunden. Zwei Türken sowie ein Portugiese hatten versucht, drei beziehungsweise fünf Personen unerlaubt nach Deutschland zu bringen.


Am Donnerstagnachmittag stoppten Einsatzkräfte der Bundesbereitschaftspolizei an der Kontrollstelle am Walserberg einen Wagen mit deutscher Zulassung. Der Fahrer, ein 26-jähriger Türke, sowie sein Beifahrer, ein 27-jähriger Türke, konnten sich ordnungsgemäß ausweisen.

Ihre drei weiteren Begleiter jedoch konnten den Beamten bei der Kontrolle keinerlei Ausweisdokumente aushändigen. Wegen des Verdachts einer Schleusung nahmen die Bundespolizisten alle fünf Personen vorläufig fest. Bei zwei der Geschleusten fanden die Beamten je eine türkische Identitätskarte im Schuh versteckt.

Nach einer Anzeige wegen Einschleusens von Ausländern durften Fahrer und Beifahrer ihre Weiterreise antreten. Die drei Geschleusten müssen sich nun wegen der versuchten unerlaubten Einreise verantworten. Sie wurden anschließend an die österreichischen Behörden übergeben.

Wenige Stunden später ging den Bundespolizisten der nächste mutmaßliche Schleuser an der A8 ins Netz. Bei einer Kontrolle eines Kleinbusses mit portugiesischer Zulassung wies sich der 45-jährige Fahrer mit einem portugiesischen Reisepass aus. Seine Mitfahrer, vier Inder sowie ein Pakistaner, konnten sich nicht ausweisen.

Die Bundespolizisten nahmen alle sechs Personen wegen des Verdachts einer Schleusung mit zur Dienststelle. Bei der Durchsuchung entdeckten die Polizisten bei einem der Geschleusten einen falschen rumänischen Aufenthaltstitel im Schuh versteckt.

Neben der Anzeige der versuchten unerlaubten Einreise bekam der Inder noch eine weitere: wegen Verschaffens falscher amtlicher Ausweise. Den als Schleuser beschuldigten Portugiesen lieferten die Bundespolizisten nach einer Vorführung beim Richter in eine Haftanstalt ein. Die fünf Geschleusten mussten nach einer Anzeige wegen der versuchten unerlaubten Einreise zurück nach Österreich.

fb/red