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Brücken statt Bahnübergänge und Umbau von Bahnhöfen auf der Strecke Freilassing–Berchtesgaden

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Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Berchtesgaden/Freilassing – 65 Millionen Euro wird die Deutsche Bahn in den kommenden zwei Jahren in die Bahnstrecke Freilassing–Berchtesgaden investieren und dabei neben Sanierungen auch Umbauten an Bahnhöfen vornehmen.


Die Gesellschaft bündelt in den Jahren 2020 und 2021 zahlreiche Baumaßnahmen, um die Bahnstrecke zu modernisieren und mit modernen Bahnanlagen auzustatten. Dabei werden auch die mehr als 90 Jahre alten Oberleitungsanlagen ausgetauscht.

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Die Stellwerke in Berchtesgaden, Bischofswiesen, Hallthurm, Bad Reichenhall und Piding werden auf eine elektronische Stellwerkstechnik (ESTW) umgestellt. Der Zugverkehr zwischen diesen Bahnhöfen wird zukünftig per Mausklick von einem Fahrdienstleiter in Freilassing gesteuert. Dazu müssen unter anderem auf der gesamten 34 Kilometer langen Strecke zwischen Freilassing und Berchtesgaden Lichtwellenleiter in Kabeltrögen verlegt werden.

Zwischen Freilassing und Hallthurm wird zudem die Oberleitungsanlage aus dem Jahr 1927 erneuert. Dazu müssen unter anderem neue Oberleitungsmasten gesetzt und der Fahrdraht ausgetauscht werden. Im Abschnitt zwischen Hallthurm und Berchtesgaden war die Oberleitung bereits im Jahr 2016 erneuert worden.

In diesem Zuge wird die Bahn auch die Stationen Bayerisch Gmain und Bischofswiesen barrierefrei ausbauen. Unter anderem erhalten sie neue Bahnsteige mit Blindenleitsystem. In Bischofswiesen entstehen zwei neue Außenbahnsteige und eine Personenunterführung.

An sieben Bahnübergängen zwischen Piding und Berchtesgaden wird zusätzlich die Sicherheit erhöht. Dazu werden an den Übergängen Brücken als Ersatz gebaut, die Bahnübergangstechnik modernisiert bzw. Seitenwege errichtet.

Die Arbeiten in den kommenden beiden Jahren stellen den Kern der Modernisierungsstrategie der Strecke dar und machen sie laut Angaben der Bahn »fit für die Zukunft«. Um die genannten Baumaßnahmen an der eingleisigen Bahnlinie umsetzen zu können, muss die Strecke in drei Bauphasen gesperrt werden. Die ausfallenden Züge werden durch Busse ersetzt.