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Briten werfen Nahrungsmittel im Nordirak ab

London (dpa) - In der sich zuspitzenden humanitären Krise im Nordirak hat Großbritannien Flugzeuge geschickt, um Lebensmittel für die Bevölkerung abzuwerfen. Eine direkte Beteiligung britischer Flieger an den militärischen Luftschlägen der USA schloss Premierminister David Cameron aus.

Zerstörte Häuser in Mossul
Zerstörte Häuser in Mossul. Während die Terrorgruppe Islamischer Staat neue Gebiete im Irak einnimmt, streiten sich die Parteien in Bagdad um den nächsten Regierungschef. Foto: Stringer Foto: dpa

Nach Angaben des Verteidigungsministers Michael Fallon wird sich Großbritannien aber am US-Militäreinsatz unterstützend beteiligen, etwa mit Aufklärungs- und Tankflugzeugen.

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Mit den Nahrungsmitteln sollen vor allem die im Irak lebenden Jesiden unterstützt werden. Die Welt müsse den Minderheiten, die von islamistischen Rebellen bedroht werden, «in der Stunde der größten Not» helfen, sagte Cameron.

Die Terrormiliz IS hat Zehntausende Jesiden aus ihren Heimatstädten vertrieben. Sie müssen bei Hitze und Trockenheit im Sindschar-Gebirge ausharren. Laut Unicef starben dort schon 40 Kinder, unter anderem an Wassermangel.