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Bremen frustriert, Hoffenheim erleichtert

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Florian Kohfeldt
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Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt gestikuliert an der Seitenauslinie. Foto: Uwe Anspach/dpa Foto: dpa

Über Wochen spielte Bremen defensiv sehr stabil. Beim 0:4 in Sinsheim ist genau das Gegenteil der Fall. Trainer Kohfeldt schimpft. Für Gegner Hoffenheim ist der Erfolg ein Mutmacher vor der wichtigen Europa-League-Prüfung.


Sinsheim (dpa) - Florian Kohfeldt stand gedankenversunken am Spielfeldrand und haderte mit einem gebrauchten Sonntag. Das deutliche und auch in dieser Höhe verdiente 0:4 (0:2) bei der TSG Hoffenheim war für Werder Bremen ein riesiger Rückschlag in der Bundesliga.

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»Das war ein kollektiver Ausfall von uns. Wir alle - inklusive mir - haben einen sehr schlechten Tag gehabt. Wir müssen uns sehr schnell schütteln«, referierte Kohfeldt in aller Deutlichkeit. Seit Ende November hatte sein Team zuvor in keinem Spiel mehr als zwei Treffer kassiert, diesmal waren es gleich vier. Abwehrspieler Ömer Toprak, der bei drei Gegentreffern schlecht aussah, wurde vom Trainer mit einem kurzen Klaps auf den Rücken wieder aufgemuntert.

Die Tore von Ihlas Bebou (26. Minute), Christoph Baumgartner (44.), Munas Dabbur (49.) und Georginio Rutter (90.) zeigten Kohfeldt und Werder, wie schwierig die Saison angesichts von nur fünf Punkten Polster auf Relegationsrang 16 noch werden könnte. »Die ersten zwei Tore waren extrem billig. Das ist uns in dieser Saison noch nicht passiert. Das hat unser Spiel zerstört«, sagte Theodor Gebre Selassie, der in einer schlechten Bremer Mannschaft noch einer der Besten war, bei Sky.

»Die Niederlage ist deutlich und verdient. Mit so einer Leistung wird es gegen jeden Gegner kompliziert«, fügte der Außenverteidiger an. Besonders schwer wird es am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) gegen Bayern-Besieger Eintracht Frankfurt, für Coach Kohfeldt derzeit die »absolute Spitzenmannschaft«. Auch das Nachholspiel gegen Arminia Bielefeld im März könnte zu einem Schlüsselspiel werden, wenn das Polster nach unten nicht weiter schrumpfen soll.

Das Duell der Tabellennachbarn war zuvor zum Abschluss des 22. Spieltags zu einer deutlichen Angelegenheit geworden, obwohl Hoffenheim unter der Woche international spielte und auf 13 Profis verzichten musste. Doch die starke Offensive um Bebou, Baumgartner und Co. überrumpelte Bremen immer wieder, vor dem Tor zeigte sich die TSG anders als beim 3:3 gegen Molde FK konzentriert. »Wir waren mit Ball effektiv und haben die Tore zu den richtigen Zeitpunkten erzielt«, lobte Trainer Sebastian Hoeneß.

Der Blick der Kraichgauer richtet sich nun auf das Rückspiel gegen den Außenseiter aus Norwegen, das am Donnerstag (18.55 Uhr/DAZN) in Sinsheim stattfindet. »Ich hoffe sehr, dass uns der heutige Sieg und vor allem der Auftritt helfen. Ich glaube das auch«, kommentierte Hoeneß. Für Hoffenheim geht es um den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale eines Europapokal-Wettbewerbs.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-535934/3


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