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Breite Produktpalette beim Adventsmarkt

Chieming. Der dreitägige Adventsmarkt im Heimathaus und im Haus des Gastes hatte auch in diesem Jahr wieder einen großen Zulauf und auch einige Überraschungen parat. So empfing im Vorgarten des Heimathauses die Brauchtumsnachbildung des »Paradeisers« die vielen Besucher. Dieser urbayerische Brauchtumsgegenstand symbolisierte in früheren Jahren den Beginn der Adventszeit, wurde aus Äpfeln, Birnen und Tannenzweigen zusammengesteckt und stand vor allem in bäuerlichen Stuben auf dem Tisch.

Waren aus Stoffdruck verkaufte Anneliese Hunglinger (links). (Foto: Humm)

Zudem waren neue Aussteller dabei. Johannes und Maximilian Janson aus Seeon präsentierten ihren Stacklschlitten, Robert Huber aus Laimgrub stellte nach längerer Abwesenheit wieder seine Gebrauchs- und Ziergegenstände aus Keramik vor, Bernhard Huber war mit gedrechselten Dekorationswaren erstmals vertreten und Irmgard Knott, die sich als der »Puppendoktor« vorstellte, war von Puppen, Spanschachteln und Zinnfiguren umgeben.

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Ein Neuling beim Chieminger Adventsmarkt war auch Resi Nicolas mit selbst gefertigten Handtaschen wie auch Hermann Rachl aus Hart mit seinen »Propolies-Erzeugnissen«. Dazu gehörte noch Karin Rühlemann, die übers Jahr Kirschkern- und Lavendelkissen hergestellt hat und Maria-Luise Urlaub mit ihren vielen Patchworkdecken. Insgesamt waren 29 überwiegend einheimische Marktbeschicker vertreten.

Im Erdgeschoß erwartete die Besucher ein Bücherbasar. Günther Wallner stellte seine Drechslerwaren aus und führte diese Tätigkeit immer wieder vor. Brotzeitdüfte stiegen den Besuchern im Gewölbesaal des Heimathauses in die Nase und im Mittelpunkt des Raumes standen die vielen Krippen von Andreas Schrobenhauser. Der Katholische Frauenbund verkaufte Naturseifen, Kränze, Gestecke und Eingemachtes. Viel Lob gab es für die Jugendgruppe der Chieminger Wasserwacht, die Zapfengestecke, Heumonde und Schneemänner gebastelt hatten. Bei der Eröffnung bedankte sich Bürgermeister Benno Graf bei Hausherr und Veranstalter Hubert Steiner sowie bei den Ausstellern für das Engagement. Er sagte, dieser Markt stimme uns nicht nur auf die Weihnachtszeit ein, sondern trage auch zur Belebung des Chieminger Dorflebens bei. Hubert Steiner betonte, dass alle Marktbeschicker Hobbykünstler seien, und stellte das alte Brauchtum des »Paradeisers« vor. Für die musikalische Umrahmung der Eröffnung sorgten die Bläsergruppe des örtlichen Musikvereins und die Chieminger Handböllerschützen. OH