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Brand in Almhütte fordert mehrere Verletzte – Einsatzort war nur mit Pistenraupe erreichbar

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Schliersee: Brand in Almhütte fordert mehrere Verletzte – Einsatzort nur mit Pistenraupe erreichbar
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Foto: Freiwillige Feuerwehr Markt Schliersee

Schliersee – Mehrere Verletzte und runf 50.000 Euro Schaden sind die Bilanz eines Brandes in einer Almhütte in Spitzingsee. Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehren, Bergwacht, des Rettungsdienstes und der Polizei waren in der Nacht auf Sonntag gefordert, um das Feuer in einem schwer zugänglichen Gebiet zu löschen und rund 40 betroffene Personen zu versorgen.


Gegen 3.20 Uhr nachts war der Polizeieinsatzzentrale der Integrierten Leitstelle der Brand im Gemeindeteil Spitzingsee gemeldet worden. Gleichzeitig zur Polizei fuhren die Schlierachtaler Feuerwehren, die Bergwacht Schliersee und der Rettungsdienst zum Brandort an.

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Da sich die Hütte in einem abgelegenen Bereich des Schwarzenkopfes befindet, war zunächst unklar, wie die Einsatzkräfte den Brandort erreichen würden. Es gab keinen befahrbaren Weg zur Hütte.

Als die Einsatzkräfte mit einer Pistenraupe schließlich vor Ort eintrafen, hatte sich das Feuer bereits im hinteren Dachstuhl ausgebreitet. Knapp 40 Personen konnten sich rechtzeitig nach draußen retten und anschließend von den Einsatz- und Rettungskräften ins Tal gebracht werden. Fünf Personen wurden vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht. Drei Personen erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung, zwei weitere Hüttengäste blieben glücklicherweise unverletzt.

Aufgrund der schwer zugänglichen Lage der Alm war die Löschung des Brandes eine Herausforderung für die Feuerwehren. Sie konnten den Brand jedoch unter Kontrolle bringen und vollständig löschen, bevor dieser auf das Gebäude übergreifen konnte. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt.

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Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden. Gegen 8.15 Uhr konnte schließlich »Feuer aus« gemeldet werden. Der Rückbau nahm daraufhin weitere Stunden in Anspruch.

Beamte des Kriminaldauerdienstes Rosenheim haben umgehend mit den Untersuchungen zur Brandursache begonnen. Die weiteren Ermittlungen wird die Kriminalpolizei Miesbach übernehmen.


Schreibwaren Miller