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Bolt läuft Weltjahresbestzeit - Obergföll siegt

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Usain Bolt (M) siegt in Paris über 200 Meter in Weltjahresbestzeit. Foto: Ian Langsdon Foto: dpa

Paris (dpa) - Superstar Usain Bolt hat die gewünschte Antwort auf die Spitzenzeiten seines großen Rivalen Tyson Gay gegeben.


An einem Abend mit außerdem noch zwei deutschen Siegen holte sich der Weltrekordhalter und Olympiasieger aus Jamaika beim Diamond-League-Meeting in Paris in 19,73 Sekunden die Weltjahresbestzeit über 200 Meter zurück.

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Bei seinem klaren Sieg vor Warren Weir (Jamaika/19,92) und Christophe Lemaitre (Frankreich/20,07) war Bolt im Stade de France genau eine Hundertstelsekunde schneller als Gay (19,74) vor zwei Wochen bei den US-Meisterschaften in Des Moines.

Aus deutscher Sicht waren auch Diskus-Olympiasieger Robert Harting und Speerwerferin Christina Obergföll vor 50 266 Zuschauern erfolgreich. Beide machten sich unmittelbar nach ihren Wettkämpfen auf den Weg von Paris nach Ulm, wo sie am Sonntagnachmittag auch bei den deutschen Meisterschaften antreten wollen.

Harting gewann mit 67,04 Metern vor dem Olympia-Zweiten Ehsan Hadadi aus dem Iran (65,53) sowie Ex-Weltmeister Gerd Kanter aus Estland (65,30). Für den Berliner war es der zweite Diamond-League-Erfolg in dieser Saison, er übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung der weltweiten Serie.

Obergföll ist der mit 40 000 Dollar dotierte Gesamtsieg in ihrer Disziplin schon fast nicht mehr zu nehmen. Die Olympia-Zweite feierte in Paris ihren vierten Sieg im vierten Wettbewerb. Mit 64,74 Metern gewann die 31-Jährige vor der Australierin Kimberley Mickle (64,35) und der Lettin Madara Palameika (61,36).

Kugelstoßerin Nadine Kleinert belegte im Stade de France den dritten Platz. Mit 17,95 Metern war die Europameisterin am Ende chancenlos gegen Olympiasiegerin Valerie Adams aus Neuseeland (20,62) sowie Michelle Carter aus den USA (19,57). Kleinert hatte sich zuvor entschieden, im letzten Jahr ihrer Karriere auf die deutschen Meisterschaften und auf die WM im August in Moskau zu verzichten, um sich ganz auf die großen Meetings zu konzentrieren. Für Rang drei in Paris kassierte die 37-Jährige noch 4000 Dollar.

Zwei Tage nach seinem zweiten Platz in Lausanne wurde Stabhochspringer Raphael Holzdeppe mit 5,60 Metern nur Vierter. Olympiasieger Renaud Lavillenie aus Frankreich machte sein vorzeitiges Ausscheiden vom Donnerstagabend wieder vergessen und siegte vor heimischem Publikum gewohnt überlegen mit 5,92 Metern.

Gleich drei weitere Weltjahresbestzeiten neben Bolt gab es auf den Laufstrecken. Der Kenianer Ezekiel Kemboi siegte über 3000 Meter Hindernis in 7:59,03 Minuten. Das Rennen war so schnell, dass Mahiedine Mekhissi Benabbad aus Frankreich als Zweiter in 8:00,09 Minuten einen Europarekord aufstellte. Das 5000-Meter-Rennen gewann Weltrekordhalterin Tirunesh Dibaba aus Äthiopien in 14:23,68 Minuten. Über 400 Meter siegte der aktuelle Olympiasieger Kirani James aus Grenada in 43,96 Sekunden vor dem ehemaligen Olympiasieger Lashawn Merritt aus den USA (44,09).

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