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Blasmusik – traditionell und modern interpretiert

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Sonst spielen die Burschen und Mädchen in den farbenfrohen Trachten ihrer jeweiligen Musikkapellen, für die Konzertpremiere des neuen Bezirksjugendorchesters hatten sie sich in schwarz-weißer Kleidung »in Schale« geworfen. (Foto: Wolfgang Kristmann)

Ein voller Erfolg mit wunderschönen Blasmusikklängen wurde das erste Konzert des neuen Bezirksjugendorchesters Chiem- und Rupertigau im Marstallsaal von Schloss Pertenstein.


Vor einem vollen Saal präsentierten die jungen Musiker mit Stücken von John Williams, Cole Porter oder Kurt Gäble ihr Können. Unter der Leitung der Dirigentin Martina Forster zeigte das Orchester das Ergebnis von zwei Probentagen und einem Probenwochenende und wurde dafür mit tosendem Applaus des Publikums belohnt.

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»47 Musikanten aus 16 Musikkapellen meldeten sich, nach zwei Informationsabenden im Juni, für das Projekt eines Jugendorchesters des Bezirksverbandes für den Chiem- und Rupertigau e.V. an, bei dem die jungen Musikanten neue Erfahrungen sammeln konnten und gezielt an ihre Grenzen geführt werden sollten«, so Robert Koch, der Bezirksvorsitzende in seinen Begrüßungsworten. Die Jugendlichen zwischen 13 und 21 Jahren aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, starteten dann am 19. September mit einer Anspielprobe in Leobendorf und perfektionierten ihre Fähigkeiten mit viel Ehrgeiz und Disziplin, anschließend an zwei Probentagen in Übersee und Piding und einem Probenwochenende in der Jugendherberge in Burghausen. Die Musikalische Leitung dafür übernahm die junge Leobendorfer Dirigentin Martina Forster.

Die Vorbereitungen hatten sich merklich gelohnt, denn die jungen Musikanten zeigten auf beeindruckende Art und Weise ihre einstudierten Stücke der sinfonischen Blasmusik. Mit der Moderation von Georg Kamml, dem 2. Vorsitzenden des Bezirksverbandes, der die Stücke mit unterhaltsamen Geschichten und Erzählungen untermalte, begann der Abend sozusagen mit olympischen Leistungen bei dem Stück »The Olympic Spirit« von John Williams, gefolgt von »Two Dvorak« aus der 9. Sinfonie von Antonin Dvorak. Mit dem Walzer »Fast Himmelblau« von Kurt Gäble brachte das Orchester eine fröhliche und erfrischende Melodie in den Saal – »Sie haben das nicht fast gut gespielt, sondern sehr gut gespielt«, so Georg Kamml im Anschluss.

Von dem deutschen Komponisten Norbert Gälle, dem die böhmische Musik besonders wichtig war, war das nächste Stück, die »Sorgenbrecher-Polka«, die zum Ausdruck bringen sollte, dass Musik immer die beste Medizin gegen Kummer und Sorgen ist. Mit »Border Zone« von Jakob de Haan und »A few dots of Polka« von Johann Strauß Sohn bewiesen die jungen Musikanten, wie abwechslungsreich und farbenfroh ihr Orchester ist. Mit dem Zusammenspiel der zarten Flöten-Stimmen einerseits und einigen tiefen Passagen und Marschfolgen andererseits begeisterten sie das Publikum.

Mit dem wunderschönen Stück »So in love« von Cole Porter aus dem Musical »Kiss me Kate« ging es anschließend im Programm weiter, gefolgt von »The Second Waltz« von Dimitri Schostakowitsch. Im Finale überzeugte das Jugendorchester dann noch einmal in dem Stück »Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten« von Ron Goodwin aus dem gleichnamigen Spielfilm, bei dem sie im zweiten Teil die Zuhörer mit einer originellen Choreografie überraschten.

Nach der Darbietung des Orchesters würdigte Vorsitzender Robert Koch die Unterstützung der Eltern und der Musikkapellen der 47 Musikanten. Für die musikalische Leitung galt es neben Martina Forster auch Constantin Zill, Basti Schäffer, Martin Gaukler und Sandra Huber zu danken, die in vielen Registerproben die jungen Musikanten auf einen gemeinsamen musikalischen Nenner gebracht haben. Für die Organisation des Projektes lobte Robert Koch die Jugendleiterinnen des Bezirksverbandes, Vroni Huber und Lisa Schöndorfer. Mit einer Urkunde und einem Button als Hutabzeichen gab es dann noch ein Abschiedsgeschenk für die jungen Musikanten, welches sie später an die schöne Erfahrung im Jugendorchester erinnern soll. Veronika Schneider