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Bildungscampus: Verhandlungen mit Grundstückseigentümern laufen

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Traunstein: Verhandlungen mit Grundstückseigentümern laufen | Bildungscampus
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Eine Reihe von Grundstücken will der Landkreis erwerben: Ins Visier genommen hat er private Flächen in einer Größenordnung von rund 6100, 2000 und 900 Quadratmetern (auf unserer Karte lila, grau und gelb markiert) sowie öffentliche von der Stadt (blau) und vom Bund (grün), die 2400 und 2200 beziehungsweise 9600 Quadratmeter groß sind. Zudem möchte der Landkreis – was außerhalb des abgebildeten Kartenausschnitts liegt – die städtischen »Park & Ride«-Stellplätze kaufen. Alle Flächen liegen westlich der Gleisanlagen, die der Deutschen Bahn gehören (rot), im Umfeld des landkreiseigenen Annette-Kolb-Gymnasiums (blassgelb).

Traunstein – Rund 26 000 Quadratmeter Grund und Boden westlich des Bahnhofs will der Landkreis Traunstein kaufen. Er benötigt die Flächen, um seine Pläne für den Campus für die berufliche Bildung verwirklichen zu können. Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts hat Michael Reithmeier, der Pressesprecher im Landratsamt, mitgeteilt, dass die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern laufen.


Ins Visier genommen hat der Landkreis unter anderem drei private Grundstücke westlich der Güterhallenstraße, die rund 6100, 2000 und 900 Quadratmeter umfassen. Außerdem hofft er, auch drei Flächen zu bekommen, die der Stadt Traunstein gehören. Erwerben möchte er 2400 Quadratmeter östlich der Güterhallenstraße, 2200 Quadratmeter östlich der Gabelsbergerstraße – auf ihr steht die Güterhalle – wie auch die »Park & Ride« (P+R)-Stellplätze, die auf 2900 Quadratmetern westlich der Gabelsbergerstraße in unmittelbarer Nachbarschaft zum Annette-Kolb-Gymnasium angeordnet sind.

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Am meisten Grund und Boden benötigt der Landkreis aus dem Bundeseisenbahnvermögen (BEV). Erwerben will er die 9600 Quadratmeter, die das BEV zum Verkauf anbietet (wir berichteten). Die Bundesbehörde veräußere den Grund und Boden, wie sie mitgeteilt hat, an den Meistbietenden. Bis Mitte Mai können Angebote abgegeben werden.

Die Investitionen, die im Rahmen der Verwirklichung der Pläne für den Campus anfallen, liegen nach Angaben von Landrat Siegfried Walch »im neunstelligen Bereich«. Sie bewegen sich damit in einer Größenordnung von 100 Millionen Euro und mehr. Der Landkreis möchte die Dinge, wie der Landrat immer wieder betont, selbst in die Hand nehmen und den Grund und Boden erwerben, der für den Campus der beruflichen Bildung vonnöten ist.

Nicht nur als Grundstückseigentümer, sondern auch als Bauherr will der Landkreis auftreten. So beabsichtigt er, ein Schüler- und Studentenwohnheim zu schaffen – und zwar auf der Fläche, auf der bisher die P+R-Stellplätze dargestellt sind. Die Rede ist vom »Campus Wohnen«. Außerdem möchte er am Standort der bisherigen Güterhalle ein Parkhaus mit öffentlichen Stellplätzen schaffen. Nicht alle Gebäude auf dem Areal will der Landkreis selbst errichten. So beabsichtigt auch die Handwerkskammer, als Bauherr einzusteigen: Sie möchte die Bildungsakademie aus der Taufe heben, die mit auf der Liste von Landrat Siegfried Walch für den Campus steht. Die Planungen der Handwerkskammer beginnen sich laut Pressesprecher Reithmeier erst in Umrissen anzudeuten. Der Platzbedarf bewege sich möglicherweise in einer Größenordnung von 10 000 bis 15 000 Quadratmeter. pü