weather-image

Bilderzyklus »Standort Staudach«

Im neu eingerichteten Kulturraum des Staatlichen Landschulheims im Neuen Schloss Marquartstein zeigt der Künstler und Kunstpädagoge der Schule, Karl-Heinz Hauser, sein Projekt »Standort Staudach«.

Am Kiesstrand der Tiroler Ache stehend schuf der Künstler eine Serie von bisher rund 50 Malereien auf Leinwand, die den Jahreszyklus im Gebirge in verschiedenen Ansichten darstellen. Von den Gemälden ausgehend fertigte er 24 Holz-schnitte an, 12 Hochgern-Ansichten, jeweils positiv und negativ. Daraus entstanden im Mehrfarbdruck in Gelb, Blau und Rot nach dem Zufallsprinzip und damit in unrealistischer Farbgebung 48 druckgrafische Blätter. Tetraprintserien erweitern das Projekt in Zyklen aus 24 Grafiken. Auch aus »Restdrucken«, vielschichtigen Unikaten, lässt Hauser eine eigene Serie aus 24 Bildern entstehen. Der Betrachter erfährt dabei eine Entwicklung innerhalb der Bildzyklen von realistischer Malerei über Holzschnitt bis hin zum Tetraprint und nur noch gegenstandslos strukturierten Flächendarstellungen.

Anzeige

Karl-Heinz Hauser studierte von 1986 bis 1993 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Nach Arbeitsaufenthalten in Regensburg, Paris, München und Cincinnati, Ohio, unterrichtet er seit 1997 das Fach Kunst am Staatlichen Landschulheim in Marquartstein. In zahlreichen, auch internationalen Ausstellungen wurden seine Arbeiten bereits gezeigt.

Die Präsentation im neu geschaffenen Kulturraum des Gymnasiums neben dem Lehrerzimmer kann bis 17. Januar werktags von allen Interessierten von 8 bis 17 Uhr besucht werden. Im Rahmen der Ausstellung werden auch in den Gängen des Hauptgebäudes weitere Werke Hausers ganz anderer Art zu sehen sein, auch aus der Zeit, als er unter anderem in München, Stuttgart, Cincinnati und Berlin ausstellte.

Die Ausstellung wird am heutigen Dienstag um 18 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Musiklehrerin Astrid Cieslik und Schüler der Oberstufe greifen musikalisch das Thema der vier Jahreszeiten von Vivaldi auf und Schülerinnen nähern sich dem Motiv literarisch. gi