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Biathlon: Veränderungen im Trainerteam - Kritik an Coach

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Tobias Reiter
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Biathlon Co-Trainer Tobias Reiter hält beim Training eine Scheibe von Franziska Preuß hoch. Foto: Sven Hoppe Foto: dpa

Olympiasiegerin Laura Dahlmeier hatte es in Südkorea bereits angedeutet, nun gibt es konkrete Informationen. Im Trainer-Team der Biathletinnen wird es neue Gesichter geben. Der Skiverband diskutiert wohl auch über die Zukunft von Damen-Coach Hönig.


Kontiolahti (dpa) - Im Trainer-Team der deutschen Biathletinnen um Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier wird es Veränderungen geben.

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Tobias Reiter, der Assistent von Damen-Bundestrainer Gerald Hönig, verabschiedet sich nach Angaben des Deutschen Skiverbandes (DSV) auf eigenen Wunsch nach dem Olympia-Winter aus dem Weltcup-Team. Der 32-Jährige werde dem deutschen Biathlon aber erhalten bleiben. Vor allem die reiseintensive Weltcup-Betreuung mache Reiter zu schaffen, hieß es.

Doch das wird womöglich nicht die einzige Umbesetzung sein. Bei der nach der Saison anstehenden üblichen Trainerklausur des Skiverbandes wird wohl auch über die Zukunft von Damen-Bundestrainer Hönig diskutiert werden. Der 59-Jährige war nach der überraschenden Olympia-Pleite der als Topfavorit gehandelten Damen-Staffel in Pyeongchang auch mannschaftsintern in die Kritik geraten. Sie hatte Platz acht belegt. «Die Trainerdiskussion, die Betreuerdiskussion führt erfahrungsgemäß der Deutsche Skiverband in einer sehr seriösen Art nach der Saison», sagte Hönig dem ZDF. Da würden die Weichen für die nächsten Jahre gestellt.

Planmäßig läuft Hönigs Vertrag genau wie der seines unumstrittenen Männer-Kollegen Mark Kirchner mit dem Olympia-Zyklus aus. Nach Olympia sei erfahrungsgemäß immer «ein wenig ein Wechsel da - in der Mannschaft, was Betreuer betrifft und so weiter», hatte Doppel-Olympiasiegerin Dahlmeier bereits in Pyeongchang gemutmaßt. «Da sind wir einfach mal gespannt, was passieren wird.»

Möglich, dass Dahlmeier in der nächsten Saison auf einen neuen Chef hören muss. Vom Tisch scheint, dass die siebenmalige Weltmeisterin ihre Karriere beenden wird. Es scheint möglich, dass der Skiverband bei der Nachfolgersuche ins Ausland blickt und ein Auge auf einen Trainer wirft, der in der Fremde erfolgreich ist.

In Schweden etwa hat der Ruhpoldinger Wolfgang Pichler (63) in diesem Winter sensationell Olympiasieger geformt, in Kanada Matthias Ahrens (56) genauso überraschend WM-Medaillen geholt. Aufgrund ihrer fleißigen und fachkundigen Arbeit dürften auch der für Russland tätige dreimalige Olympiasieger Ricco Groß (47) und der für die Schweiz arbeitende Jörn Wollschläger (40) interessant sein. Auch Bernhard Kröll (41), der nicht nur Dahlmeier als Heimtrainer, sondern auch Magdalena Neuner zum Biathlon-Star gemacht hat, sollte nicht vergessen werden.