Betrunken auf der Autobahn: Verkehrsunfall mit Schwerverletzten und Schaden in Höhe von 75.000 Euro

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Foto: Stefan Puchner/dpa-Archiv

A8 – Zu einem Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten und Sachschaden im oberen fünfstelligen Bereich kam es in der Nacht von Freitag, 9. Juli, auf Samstag, 10. Juli, auf der A8 in Fahrtrichtung München.


Ein 31-jähriger Fahrzeuglenker aus dem Landkreis Rosenheim fuhr mit seinem Audi an der Anschlussstelle Felden in die Autobahn unvermittelt auf den linken der beiden Fahrstreifen ein. Da zu diesem Zeitpunkt etwas weiter vorne Mäharbeiten stattfanden, stand hier jedoch ein Warnanhänger, der die linke Spur sperrte. Etwaige Vorwarnungen, die auf die Arbeitsstelle hinwiesen, hatte der Mann offenbar nicht bemerkt.

Der 31-Jährige versuchte noch nach rechts auszuweichen, touchierte dennoch den Anhänger. Im weiteren Verlauf streifte er das Anhänger-Gespann eines Urlaubsreisenden, der zu diesem Zeitpunkt den rechten Fahrstreifen befuhr. Dessen Fahrzeuglenker, ein 60-jähriger Baden-Württemberger, verlor durch den seitlichen Anstoß die Kontrolle über das Gespann und geriet dabei so stark ins Schleudern, dass er die seitliche Kollision mit einem der Mähfahrzeuge nicht mehr verhindern konnte. Zudem löste sich das auf dem Anhänger geladene Sportboot von seinen Sicherungen, fiel herab und blieb letztendlich im Grünstreifen neben der Autobahn liegen.

Durch das Unfallgeschehen wurden sowohl der Audi-Fahrer und dessen 46-jährige Beifahrerin schwer verletzt. Beide wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Alle anderen Unfallbeteiligten blieben glücklicherweise unverletzt.

An den beteiligten Fahrzeugen, den Gerätschaften und baulichen Einrichtungen der Autobahn entstand ein Sachschaden, der derzeit auf circa 75.000 Euro geschätzt wird.

Die Autobahn wurde für die Bergung der Fahrzeuge und Reinigung der Fahrbahn voll gesperrt. Die Bergung der verunfallten Fahrzeuge erfolgte durch das Abschleppunternehmen Rieder aus Grassau. Bei der Absicherung der Unfallstelle und den nachfolgenden Aufräumarbeiten leisteten die freiwilligen Feuerwehren aus Prien am Chiemsee und Bernau, die mit insgesamt sechs Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften vor Ort waren, tatkräftige Unterstützung.

Die teilweise Sperre der Richtungsfahrbahn München erstreckte sich über vier Stunden, sodass die Autobahn erst wieder gegen 6 Uhr uneingeschränkt befahrbar war und von der Autobahnmeisterei Siegsdorf freigegeben wurde.

Während der Unfallaufnahme nahmen die Polizeibeamten deutlichen Alkoholgeruch bei dem Verursacher wahr. Ein durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert, der deutlich über der Grenze der absoluten Fahruntauglichkeit von 1,1 Promille lag. Demzufolge wurde bei ihm eine Blutentnahme durchgeführt und die Fahrerlaubnis entzogen.

Der Verkehrssünder muss mit einer hohen Geldstrafe und einem Fahrerlaubnisentzug zu rechnen.

fb/red