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Beten, tanzen, lachen bei St. Bartholomä-Kirchweih am Königssee

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Die Weihnachtsschützen setzen vom Reitl auf die Halbinsel Hirschau über.
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Pfarrer Herwig Hoffmann zelebriert den Feldgottesdienst bei der Kirchweih St. Bartholomä.
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Bernhard Lochner ist diesen Sommer Senn auf der Kallbrunnalm. Er hat für den Altar ein Herz gefertigt.
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Die Musikanten spielen zünftig auf zum Kirchweihtanz.
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Vroni Zechmeister hängt den Kranz an die Felsenwand. Elisabeth Fegg rudert gekonnt den Landauer.
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Der Empfang beim Fischer vom Königssee. (Fotos: B. Stanggassinger)
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Schwester Maria Elisabeth vom Orden der Elisabethinnen in Straubing ging schon ein paar Mal die Wallfahrt mit und nahm auch schon öfters am Kirchweihfest teil. Auf ihrem Herz steht zu lesen: »Du bist himmlisch.«

Schönau am Königssee – In diesem Jahr passte es genau: Am Samstag, 24. August, war der Bartholomäus-Tag und genau an diesem Tag fand heuer auch die Wallfahrt von Maria Alm über das Steinerne Meer statt.


Die Wallfahrtskirche St. Bartholomä ist am 25. August – und das war damals auch ein Sonntag – geweiht worden. Auch heuer zog es wieder viele Einheimische, Gäste und die Musikanten aus »drent und herent« zur traditionellen Bartholomä-Kirchweih auf die Halbinsel Hirschau.

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Mit drei Salven, abgefeuert am Reitl, eröffneten die Königsseer Weihnachtsschützen den Festsonntag. Zugleich nahm die Trachtenmusikkapelle Maria Alm Aufstellung.

Pfarrer spricht über schlechte Menschen

Das Kirchweihfest auf St. Bartholomä begann mit einer festlichen Feldmesse der Bergknappen und der Wallfahrer. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Musikkapelle Maria Alm gestaltet. Pfarrer Herwig Hoffmann zelebrierte den Festgottesdienst.

In seiner Predigt sprach er von Menschen, die schlechte Taten vollbringen. »Alle Menschen sind gerufen, für alle Menschen stehen Gottestüren ganz weit offen. Wenn man jedoch ein Mensch ist, der schlechte Taten vollbringt, kann es sein, dass die Tür zugesperrt ist.« Für seine Predigt erntete Pfarrer Herwig Hoffmann Applaus.

Ehrenständchen für Wirtsleute und Fischer

Nach dem Schlusssegen ging es musikalisch zu den Wirtsleuten von St. Bartholomä und zum Fischer. Beide bekamen ein Ehrenständchen. Es war ein Genuss, unter den schattigen Kastanienbäumen zu Mittag zu essen und dem Konzert der Blaskapelle Maria Alm zu lauschen. Die Gerer Musikanten spielten zum Kirchweihtanz auf und es wurde fleißig getanzt.

Gegen 16.30 Uhr verabschiedeten sich die Almer und fuhren mit einem Sonderboot zur Falkensteiner Wand. Dort übernahm Vroni Zechmeister vom Wallfahrerschiff einen Kranz und Elisabeth Fegg ruderte den Landauer zur Felsenwand. Die Vroni befestigte den Kranz neben dem roten Kreuz und die Musiker spielten einen Trauermarsch.

Es war eine beeindruckende Zeremonie, als die beiden Frauen in Berchtesgadener Tracht an der Stelle inne hielten, wo einst Wallfahrer tödlich verunglückten. Anschließend betete und segnete Pater Kajetan alle im Boot. Abschiedsworte gab es von Bürgermeister Hannes Rasp und dem stellvertretenden Bürgermeister aus Maria Alm, Dominik Struber. Nach einem Standkonzert an der Seelände fuhren die Musikanten mit Bussen nach Maria Alm zurück.

Bernhard Stanggassinger