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Berichte: OxygenOS sendet Nutzerdaten an Hersteller OnePlus

OnePlus-Smartphones senden Nutzerdaten an den Hersteller. Dazu zählen unter anderem Telefonnummern und genutzte Apps. Wer das nicht will, sollte schnell die Einstellungen verändern.

Einstellungen in einem Smartphone
Kundenzufriedenheits-Programm ausstellen: Besitzer eines OnePlus-Smartphones können die Übertragung eines Teils der erhobenen Nutzerdaten in den erweiterten Einstellungen blockieren. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Foto: dpanitf3

Berlin (dpa/tmn) - Smartphone-Hersteller OnePlus sammelt Berichten zufolge detaillierte Informationen über die Gewohnheiten seiner Nutzer. Die können dem Prozedere einen Riegel vorschieben.

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Wie der britische Sicherheitsforscher Christoph Moore in seinem Blog beschreibt, erhebt und überträgt das Betriebssystem Oxygen OS Daten wie Geräteseriennummer, IMEI-Nummer, Telefonnummern, MAC-Adressen und die Namen verbundener WLAN-Netze an den chinesischen Hersteller. Auch Angaben zu genutzten Apps und sogar zu in den Apps genutzten Funktionen - inklusive Zeitangaben - konnte Moore in den übertragenen Aufzeichnungen entdecken.

Da diese Angaben zusammen mit der Gerätenummer übertragen werden, lassen sich die Daten leicht einzelnen Personen zuordnen. OnePlus verkauft den größten Teil seiner Smartphones im Online-Direktvertrieb.

Gegenüber « Androidpolice.com» erklärte OnePlus, die Daten würden zur Verbesserung der Software erhoben. Wer dies nicht wünscht, könne die Übertragung in den erweiterten Einstellungen unterbinden. Dazu muss nur die Option «Nehmen Sie an unserem Kundenzufriedenheitsprogramm teil» abgeschaltet werden. Allgemeine Informationen zu Gerät und Nutzung werden allerdings noch über einen zweiten Datenstrom übertragen, so OnePlus. Ob und wie man dies abstellen kann, wurde nicht erklärt.

Bericht von Android Police (Englisch)

Bericht von Chris Moore (Englisch)