weather-image
19°

Bergwacht-Retter suchen Höhlen und Schächte nach vermisster Wanderin aus München ab

4.0
4.0
Bad Reichenhall: Bergwacht-Retter suchen Höhlen und Schächte nach vermisster Wanderin aus München ab
Bildtext einblenden
Foto: Leitner, BRK BGL

Bad Reichenhall – Die Suche nach der seit dem 25. Juli vermissten 53-jährigen Wanderin aus München wurde am Dienstagabend erneut fortgesetzt. Die Höhlenrettungsgruppe der Bergwacht-Region Chiemgau hat vier Stunden lang die relevanten Höhlen und Schächte an Steigen und Wanderwegen im Gebiet des Müllnerhörndls und der Bürgermeisterhöhe abgesucht. Weitere Spuren der Frau konnten die sieben Einsatzkräfte aber nicht finden.


Die ehrenamtlichen Höhlenretter der Bergwachten Freilassing und Marquartstein suchten in mehreren Gruppen die Teufelshöhle, die Teufelslöcher, die Reischlklammhöhle samt Durchgangshöhle, das Kreissenloch und die Müllerhornhöhle am Gipfelgrat zwischen Pflasterbachhörndl und Müllnerhörndl ab.

Anzeige

Von der 70 Zentimeter weiten Einstiegsöffnung der Müllnerhornhöhle bricht ein Schacht sechs Meter tief zum Hauptgang ab, der dann 15 Meter schräg nördlich abwärts an einen fünf Meter tiefen Abbruch führt. Nach einer Gesamtlänge von 21 Metern endet der Hauptgang, der eine durchschnittliche Höhe von fünf bis acht Meter und eine Breite von zwei bis drei Meter hat. Dort führen drei Spalten nach Norden, Osten und Westen, die aber für Menschen nicht mehr passierbar enden.

Die Höhle ist aufgrund der Schächte nur mit spezieller Höhlen-Ausrüstung und Einseil-Technik mit Abseilgeräten und Steigklemmen sicher begehbar. Für Wanderer besteht allerdings die Gefahr abzustürzen und nicht mehr ohne Hilfe an die Oberfläche zu kommen.

Bilder vom Sucheinsatz am Dienstag:

Die 53-jährige Frau aus München hielt sich seit Sonntag, 19. Juli, für einen Wanderurlaub in Bad Reichenhall auf und hatte in einem Hotel in der Innenstadt Quartier bezogen. Am Samstag, 25. Juli, hätte sie von ihrem Ehemann wieder abgeholt werden sollen, der sie jedoch nicht antraf und in der Folge Vermisstenanzeige erstattete.

Alle Suchmaßnahmen in den Folgetagen und -wochen blieben ohne Erfolg. Einzig einen Eintrag im Gipfelbuch des Pflasterbachhorns fanden die Einsatzkräfte wenige Tage später. Der Eintrag stammte vom Freitag, 24. Juli, und war vermutlich in der Mittags- oder Nachmittagszeit entstanden. Seit dem 28. Juli leitet die Kriminalpolizei Traunstein die Ermittlungen.

Unsere bisherige Berichterstattung:

Trotz intensiver Suche und Ermittlungen: Vermisste Wanderin aus München bleibt verschwunden

red/BRK BGL