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Bergwachten im Einsatz

Berchtesgadener Land – Zwei stundenlange Suchaktionen haben am Samstag die Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger beschäftigt. Ein älterer Traunsteiner war am Gamersberg bei Melleck südöstlich des Ristfeuchthorns in absturzgefährliches Gelände geraten und eine ältere Frau aus Passau hatte im weit verzweigten Wegenetz auf dem Hochplateau der Reiter Alpe die Orientierung verloren. Die Bergretter konnten beide in Bergnot Geratenen finden und unverletzt ins Tal zurückbringen.

Am Sonntag kurz nach 14 Uhr musste der Einsatzleiter der Reichenhaller Bergwacht eine erschöpfte und durchnässte Frau und einen kleinen Jungen von der Forststraße zwischen dem Zwiesel-Mulisteig und dem Listsee abholen und per Geländewagen zum Listwirt bringen.

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Bereits am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden nahezu gleichzeitig zwei Einsätze absolvieren. Am Hochpass-Weg zwischen Jenner-Mittelstation und Vorderbrand hatte sich eine 72-jährige Urlauberin aus Oberfranken bei einem Sturz schwer am Arm verletzt. Die Leistelle alarmierte neben der Bergwacht Berchtesgaden auch den Landrettungsdienst des Roten Kreuzes, der mit Notarzt und Rettungswagen ausrückte. Die Retter versorgten die Frau und brachten sie mit dem Bergwachtauto bis zum Rettungswagen an der Abzweigung des Hochpass-Wegs zur Vorderbrandstraße. Die 72-Jährige wurde zur weiteren Versorgung in die Kreisklinik Berchtesgaden transportiert, musste jedoch kurze Zeit später nach Bad Reichenhall verlegt werden. Gleichzeitig war eine zweite Mannschaft der Bergwacht Berchtesgaden in Bischofswiesen gefordert, wo eine Frau am Rauhen Kopf (Untersberg-Gebiet) in Bergnot geraten war. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« konnte die Wanderin per Handy-Funk-Zusammenschaltung der Leitstelle finden und danach mit einem Bergwacht-Luftretter am 25 Meter langen Rettungstau sicher ins Tal fliegen.

Bereits am Donnerstag gegen 17.45 Uhr musste die Reichenhaller Bergwacht eine Frau mit drei Kindern vom Predigtstuhl abholen, die die letzte Seilbahnfahrt verpasst hatte. Am Donnerstag gegen 21.40 Uhr beschäftigten erneut Lichtquellen zwischen Mittelstaufen und Zennokopf die Bergwacht. Die Nachforschung ergab, dass lediglich Bergsteiger mit Stirnlampen zu später Stunde noch auf dem Mittelstaufensteig, beziehungsweise unterhalb auf dem Blausteig unterwegs waren, die keine Hilfe brauchten.

Am 21. August gegen 17.40 Uhr mussten die Bergwacht Marktschellenberg und Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« einen Bergsteiger retten, der bei der Untersberg-Überschreitung aus größerer Höhe über felsdurchsetztes Gelände auf eine Wiese abgestürzt war. Der Mann konnte den Hubschrauber per Handy-Funk-Zusammenschaltung der Leitstelle zu sich lotsen. Im Schwebeflug konnten die Notärztin und ein Bergwachtmann in der Nähe aussteigen und den Verletzten versorgen, der dann per Tau ins Tal geflogen wurde. ml