weather-image
22°

Bergmesse auf der Priesbergalm

3.0
3.0
Bildtext einblenden
Pater Dr. Anton Dimpflmaier zelebrierte die Almmesse auf der Priesbergalm vor dem Vorderkeilhofkaser beim Almkreuz. (Fotos: B. Stanggassinger)
Bildtext einblenden
Die neugierigen Almkühe inspizieren den Altar.

Schönau am Königssee – »Für so einen Tag muss man dem Herrgott danken«, sagte ein Almbauer auf der Priesbergalm am Samstag vor Beginn der Almmesse. Es war ein sonniger Sommertag in der herrlichen Natur des Nationalparks Berchtesgaden.


Sechs Almbauern bewirtschaften derzeit die Priesbergalm. Die Mesnerin von Unterstein, Rosemarie Brandner, hat vor dem Almkreuz am Vorderkeilhofkaser einen Altar aufgebaut und mit Latschen und Almrosen geschmückt. Ein handgesticktes Altartuch trug die Aufschrift »O Herr bleib bei uns, es will Abend werden, Gelobt sei Jesus Christus.« Am Altar lagen Sterbbilder vom verstorbenen Priester Elias Unegbu, welcher selbst einmal eine Almmesse auf der Priesbergalm zelebrierte. Die Almmesse-Besucher waren überwiegend die Almbauern mit ihren Verwandten und Bekannten.

Anzeige

Man freute sich, dass der Geistliche Pater Dr. Anton Dimpflmaier die Messe zelebrierte, welcher die Berchtesgadener Tracht trug und an diesem Tag in Lederhose, mit einem Hosenträger, bestickt mit dem Loipei Kircherl und der Jahreszahl 1799, gekleidet war. Rings um den Altar sammelten sich neugierige Almkühe, die fern gehalten werden mussten, um den Altarschmuck zu schützen.

Mit dem Lied »Lobet den Herrn« wurde die Almmesse begonnen. Die Predigt begann der Geistliche mit den Worten: »Der Herrgott will uns als großzügige Menschen sehen, die gerne auftischen und sehen, dass es anderen gut geht. Ziel soll es sein, dass man einfach da sein darf und das Leben genießen«, so Pater Dimpflmaier. Nach dem Almsegen wurde in den Vorderkeilhofkaser eingeladen.

Die neunköpfige Familie Stanggassinger hat sich alle Mühe gegeben und alle Almmessebesucher bestens bewirtet. Der Nachhauseweg führte vorbei an weiteren Almhütten, bei denen noch der ein oder andere sitzen blieb. Der Brandauer Hansi und der Boschn Micherl mit ihren Flügelhörnern sowie die Widlbrand Sennerin Vroni spielten das ein oder andere Weiserl und verschönerten so den Heimweg. Bernhard Stanggassinger