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Bereicherung des Heimatmuseums

Berchtesgaden - Eine »wunderbare Bereicherung«, so Museumsleiterin Friederike Reinbold, hat das Schloss Adelsheim erfahren, als vor etwa drei Jahren eine alte Krippe aus dem Pfeiffenmacherhaus in der Ramsau erworben werden konnte. Dieses historische Stück ist zentraler Punkt der Krippenausstellung, die nun am Sonntag eröffnet wurde.

Teile der »Pfeiffenmacher-Krippe«. Foto: Anzeiger/tj

Viele Freunde des Heimatmuseums waren zur Eröffnung der Krippenausstellung gekommen. Der etwas ausgefallene Termin für die letzte Ausstellung des Jahres war nicht nur aufgrund des stimmungsvollen Rahmens gewählt worden, sondern auch, weil das Museum nur noch fünf Wochen geöffnet hat bis zur Winterpause ab 6. Januar. Umso mehr freute es Friedl Reinbold, dass so viele Besucher zur Eröffnung gekommen waren, darunter auch Bürgermeister-Stellvertreter Bartl Mittner sowie der Vorstand des Fördervereins mit Johannes Schöbinger, Dr. Simon Amann, Linda Pfnür und Irmgard Schöner- Lenz.

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Auch bei ihren Helfern für Aufbau und Organisation bedankte sich die Leiterin, ebenso beim Förderverein für dessen finanzielle Unterstützung. Nicht zuletzt würdigte Friedl Reinbold das Engagement von Anna Glossner, auf deren Vermittlung die Krippe aus der Ramsau vor drei Jahren ins Heimatmuseum kam.

»Das ist eine wunderbare Ergänzung für unsere Sammlung«, schwärmte die Leiterin, die auch erzählte, wie erst Stück für Stück entdeckt wurde, was für ein Kleinod da erworben werden konnte. Denn eigentlich besteht die Krippe aus drei Teilen: einer kleinen Kastenkrippe aus dem 18. Jahrhundert, einer sogenannten Jahreskrippe sowie einer großen Zahl von Figuren, die ursprünglich zu einer anderen Krippe gehörten. »Volkskundlich betrachtet ist das einmalig«, untermauerte Reinbold, denn so ist über die Jahre eine Art Familienkrippe gewachsen, die immer wieder ergänzt und erweitert wurde - teils auch mit Skurrilem, wie etwa Giraffen. Allerdings war der Zustand der Krippe nicht der beste, sodass eine umfassende Restaurierung unumgänglich ist. Mit circa 2 000 Euro Kosten rechnet die Fachfrau und freut sich dabei über jede Spende.

Der Vorsitzende der Freunde des Heimatmuseums, Johannes Schöbinger, würdigte ebenfalls die Bedeutung der »Pfeiffenmacher-Krippe« für die Heimatkunde und freute sich, dass diese Ausstellung verwirklicht werden und die Krippe zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt werden kann. Dazu handelt es sich größtenteils um eine Eigenausstellung mit Exponaten aus dem Bestand des Heimatmuseums, ergänzt um einige wenige Leihgaben. »Genießen Sie das Besondere dieses Hauses«, gab er den Besuchern der Eröffnung mit auf den Krippen-Weg. Für den gibt es ein begleitendes Papier und dazu eine besondere Art von Wegweiser: Sterne, wie der von Bethlehem, führen durch das Schloss Adelsheim. Besichtigt werden kann die Ausstellung ab dieser Woche täglich außer Montag von 10.00 bis 17.00 Uhr. tj