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Berchtesgadener Holzhandwerkerzunft seit 1535

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Paula Größwang arbeitet an einer Fuikl. (Fotos: Werner Bauregger)

Berchtesgaden – In der Ausstellungshalle des AlpenCongress Berchtesgaden präsentierten die Berchtesgadener Holzhandwerkerzunft und Hobbykünstler am Wochenende »lebendiges Holzhandwerk«.

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Wie Zunftmeister Josef Hölzl informierte, sind auch heute noch etwa 40 Holzhandwerker, die sich mit der Herstellung der »Berchtesgadener War« beschäftigen, in der Zunft vereint. Handwerkszünfte gibt es generell seit 1535.

Wie Hölzl weiter erzählte, brachten vermutlich die Augustiner Chorherren und Mönche aus Rothenbuch dieses Kunsthandwerk etwa um 1200 nach Berchtesgaden. Da die Bevölkerung damals sehr arm war und das Leben karg und mühsam, lernten die Berchtesgadener die verschiedenen Fertigkeiten zur Herstellung der ganz charakteristischen Gebrauchsgegenstände: eckige Spanschachteln, Spielzeug oder spezieller Christbaumschmuck. Die Arbeit war eine Art Nothandwerk und wird bis heute ausschließlich im Nebenerwerb betrieben.

Um eine bessere Organisation zu erreichen, wurden 1535 erste Holzhandwerkerzünfte für verschiedene Berufsgruppen gegründet, deren 1872 überarbeitete Richtlinien noch heute Gültigkeit haben. Zur Zunft gehören etwa 40 Handwerker und Nachwuchshandwerker, die als Grobschnitzer, Drechsler, Schachtelmacher, Fassmacher, Christbaumschmuckmacher oder Filigrandosenmacher aktiv sind.

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der Dienstagsausgabe (17. Dezember) des Traunsteiner Tagblatts.

Werner Bauregger