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Berchtesgadener fährt um Titel mit

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Salzburg - Im Rahmen des »Jochen's Memorial« ist am Wochenende in Salzburg der Histo-Cup über die Bühne gegangen. Auch wenn die Fahrer hier nur um Ruhm, Ehre und die »Goldene Ananas« fahren, schenken sie sich nichts. Geht es im Histo-Cup der Spezialtourenwagen (STW) hauptsächlich um die Freude am Fahren, zeichnet sich in der BMW 325er Challenge ein enges Duell zwischen Franz Grassl aus Berchtesgaden und dem Salzburger Georg Steffny ab. Selbst mit einem Sieg und einem 2. Platz am Salzburgring liegt der Berchtesgadener nach Punkten noch knapp hinten. Die endgültige Entscheidung fällt am 22. und 23. September in Monza.


Seit etwa 40 Jahren beschäftigt sich Norbert Müller aus Landshut in Niederbayern schon mit Motorsport. »Aber irgendwann wird man halt zu alt für dieses Geschäft«, so der ehemalige Motocross-Profi. Nun fährt er hobbymäßig Oldtimer-Rennen. Insgesamt habe er geplant, nur vier bis fünf Rennen in diesem Jahr zu fahren. »Aber es ist heuer sehr gut gelaufen und ich führe in der Gesamtwertung, weshalb ich auch weiterfahre.« Mit seinem Auto, einem Alfa Romeo Giulia GTV Baujahr 1970, konnte er auch in Salzburg gewinnen und die Führung ausbauen.

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Ebenfalls in der Klasse der Spezialtourenwagen anzutreffen ist Christian Neunemann aus Berchtesgaden. Für ihn ist die Saison bisher allerdings nicht nach Plan verlaufen: »Vor zwei Rennen hatte ich einen Getriebeschaden, nun bin ich in meiner Klasse Vierter und im Gesamtklassement etwa Zwölfter.« Für ihn zählt das aber überhaupt nicht. Wichtig sei lediglich der Spaß an der Sache und »dass wenig kaputtgeht«. Beim Rennen in Salzburg landete er auf dem respektablen vierten Platz in seiner Klasse.

Das spannendste Duell des Salzburger Rennwochenendes spielte sich jedoch nicht bei den Tourenwagen ab, sondern in der BMW 325 Challenge, Gruppe A. Hier gilt gleiches Recht für alle, die Autos müssen vorgegebene Normen erfüllen, womit unter den Fahrern - zumindest faktisch - absolute Chancengleichheit gegeben ist. Die Boliden der Gruppe A bringen bei einem Gewicht von 1 050 Kilogramm (inklusive Fahrer) 240 PS auf den Asphalt.

Mit satten 26 Punkten Vorsprung auf den Berchtesgadener Franz Grassl startete der Salzburger Georg Steffny als Favorit in die Rennen am Salzburgring, konnte dieser Rolle jedoch nur bedingt gerecht werden. Mit der Poleposition und einem Start-Ziel-Sieg vor Steffny und Hollerweger - der heuer keine Chancen auf den Titel hat - lief für Grassl im ersten Rennen alles nach Plan. Und auch in Rennen Nummer zwei konnte Grassl den Gesamtführenden knapp in seine Schranken verweisen. Er landete hinter Hollerweger auf Platz zwei.

Die endgültige Entscheidung im Zweikampf um die »Goldene Ananas« in der BMW 325er Challenge fällt somit erst am 22. und 23. September in Monza. Und auch wenn der Matchball aktuell bei Steffny liegt, besteht für Franz Grassl aus Berchtesgaden - zumindest rein rechnerisch - noch die Chance auf den Titel. hud