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Berchtesgaden baut Bergbach aus

Berchtesgaden – Die Ausschreibungen zum Ausbau des Bergbachs und der Sanierung des Mieslötzwegs laufen bereits. Darüber informierte Marktbürgermeister Franz Rasp den Berchtesgadener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend. Die Marktgemeinde muss etwa 30 Prozent der Kosten tragen, den Rest übernimmt der Freistaat. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen mit einem Gesamtvolumen von 445 000 Euro.

Der vom Hochwasser arg demolierte Mieslötzweg wird demnächst saniert. Außerdem bekommt der Bergbach leistungsstärkere Rohre. Die Ausschreibungen laufen bereits. Foto: Anzeiger-Archiv/Fischer

Die Anwohner des Mieslötzwegs warten seit Anfang Juni auf die Behebung der Schäden (wir berichteten mehrmals). Um nicht noch länger auf die Instandsetzung durch den Freistaat, der eine Prioritätenliste abarbeitet, warten zu müssen, nimmt die Marktgemeinde jetzt das Ruder selbst in die Hand. »Wir erledigen das im Auftrag des Freistaates«, erklärte Franz Rasp. Ein entsprechender Vertrag ist inzwischen unterschrieben.

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Demnach liegt die Beteiligungsleistung des Marktes Berchtesgaden an den Gesamtkosten bis zur Unterkante Frostschutzkies bei 30 Prozent. Die neu verlegten Abwasserleitungen gehen in die Unterhaltungslast der Marktgemeinde über. Genauso wie der betriebliche Unterhalt, also Sichtkontrollen, der Rohrleitung, die übrigens die vierfache Abflussleistung der alten hat. Etwaige Reparaturen übernimmt der Freistaat.

Im Zuge der Baumaßnahmen wird auch ein Fußgängerweg angelegt. Ebenfalls geplant ist ein provisorischer Wendeplatz. Auf diese beiden Punkte legte FW-Fraktionssprecher Michael Koller Wert.

Wie Bürgermeister Rasp betonte, werden die Kosten nicht auf die Anwohner umgelegt. Obwohl dies rein rechtlich möglich sei. »30 Prozent könnten theoretisch auf die Vorteilsnehmer umgelegt werden«, so Rasp. Allerdings sei es schwierig, einen entsprechenden Maßstab festzulegen. Außerdem habe es eine solche Umlegung in Berchtesgaden noch nie gegeben, so Franz Rasp.

Wie der Marktbürgermeister weiter ausführte, laufen die Ausschreibungen bereits. Jedoch sei es schwierig, Firmen zu einem akzeptablen Preis zu finden. Die erforderlichen Verhandlungen führt jetzt Franz Rasp persönlich. Er hofft auf einen Baubeginn im Herbst. Sollten die Kostenvoranschläge allerdings zu hoch ausfallen, würden die Maßnahmen auf den Frühling verschoben. »Denn bei Kosten von 800 000 Euro würde auch der Freistaat nicht mehr mitspielen«, so Rasp. Christian Fischer